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13.08.2015

11:02 Uhr

Abstimmung in Athen

Neuwahlen bei zu vielen Abweichlern

Nach der Einigung mit den Gläubigern muss jetzt das griechische Parlament das Reformpaket bestätigen, das frische Milliarden ermöglichen soll. Doch in Tsipras' Syriza gibt es weiterhin Widerstand. Es drohen Neuwahlen.

In Athen wurde damit gerechnet, dass es - wie schon bei vorherigen Abstimmungen - zahlreiche Abweichler unter den Abgeordneten der linken Regierungspartei Syriza von Ministerpräsident Alexis Tsipras geben dürfte. Die parlamentarische Zustimmung gilt dennoch als sicher, da die wichtigsten Oppositionsparteien signalisiert haben, für das Sparprogramm zu stimmen. dpa

Das griechische Parlament

In Athen wurde damit gerechnet, dass es - wie schon bei vorherigen Abstimmungen - zahlreiche Abweichler unter den Abgeordneten der linken Regierungspartei Syriza von Ministerpräsident Alexis Tsipras geben dürfte. Die parlamentarische Zustimmung gilt dennoch als sicher, da die wichtigsten Oppositionsparteien signalisiert haben, für das Sparprogramm zu stimmen.

AthenIm Finanzausschuss des griechischen Parlaments hat am Donnerstagmorgen die Debatte über das neue Hilfsprogramm und die damit verbundenen Sparauflagen für Athen begonnen. Mit der abschließenden namentlichen Parlamentsabstimmung wird in den frühen Morgenstunden des Freitags gerechnet.

Finanzminister Euklid Tsakalotos erinnerte die Abgeordneten daran, dass er der Eurogruppe am (morgigen) Freitagnachmittag in Brüssel die parlamentarische Billigung des Hilfsprogramms und der Sparauflagen vorweisen müsse. Es dürfe „keine Verspätungen“ im Verfahren geben, mahnte er. Die Verabschiedung des Maßnahmenpakets im Parlament ist Voraussetzung für ein drittes Rettungsprogramm für Griechenland, das bis zu 86 Milliarden Euro umfassen soll.

Innerhalb der griechischen Regierung werden Neuwahlen als geboten betrachtet, falls die Links-Rechts-Koalition unter Ministerpräsident Alexis Tsipras bei der Parlamentsabstimmung zum neuen Hilfsprogramm unter 120 Stimmen fallen sollte. „Es ist logisch, eine Regierung kann so nicht stehen bleiben“, sagte der griechische Staatsminister Alekos Flambouraris am Donnerstag im griechischen Fernsehen, Stunden vor dem erwarteten Votum in der Nacht zum Freitag. „Dann werden wir gezwungen sein, so schnell wie möglich dieses Thema zu lösen. Ein Datum (für Neuwahlen) kann ich nicht nennen.“ Auf jeden Fall sei Tsipras derjenige, der die Entscheidungen nach der Abstimmung treffen werde.

In Athen wurde damit gerechnet, dass es – wie schon bei vorherigen Abstimmungen – zahlreiche Abweichler unter den Abgeordneten der linken Regierungspartei Syriza von Ministerpräsident Alexis Tsipras geben dürfte. Die parlamentarische Zustimmung gilt dennoch als sicher, da die wichtigsten Oppositionsparteien signalisiert haben, für das Sparprogramm zu stimmen.
Das griechische Parlament hat 300 Abgeordnete, die nötige Regierungsmehrheit liegt demnach bei 151 Stimmen. Die Fraktion des Regierungslagers hat 162 Abgeordnete.

Bei zwei früheren Abstimmungen über Spar- und Reformauflagen der Gläubiger verlor die Koalition zweimal ihre Regierungsmehrheit, aufseiten der Linkspartei Syriza gab es jeweils viele Abweichler. Die Regierungsmehrheit schrumpfte bei einer dieser Abstimmungen auf 123 Abgeordnete. In beiden Fällen konnten die Sparprogramme nur mit den Stimmen der Opposition verabschiedet werden.

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Eine Regierung kann aber laut Verfassung auch als Minderheitsregierung das Land weiter führen, wenn sie von den anderen Parteien geduldet wird oder das Parlament nicht vollzählig ist. So konnte bislang die Regierung Tsipras weiter im Amt bleiben. Rechtlich gesehen wäre zwar auch eine Verabschiedung von Gesetzen mit weniger als 120 Stimmen möglich, wenn dies bei hoher Abwesenheitsquote einer relativen Mehrheit der anwesenden Parlamentarier entspräche. Um faktisch auch das Vertrauen des Parlaments zu genießen, darf eine Minderheitsregierung laut Verfassung (Artikel 84, Absatz 6) aber über „nicht weniger als zwei Fünftel der Gesamtzahl der Abgeordneten“ (120 Stimmen) verfügen.
Die Gewerkschaft der Staatsbediensteten (Adedy) und die kommunistische Gewerkschaft Pame haben für Donnerstagabend zu Demonstrationen vor dem Parlament gegen die Sparauflagen aufgerufen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Vitto Queri

13.08.2015, 12:00 Uhr

>> Es drohen Neuwahlen.>>

und damit die Abwahl des Wendehalses Tsipras, der seine Partei verraten hat, seine Wähler getäuscht hat, sein Volk einer weitere Knechtschaft durch EU-Dilettanten unterwirft und Griechenland ins endgültige Chaos stürzt !

Tsipras hat rund-herum versagt und wird sein Amt abgeben müssen !

Die Pleite Griechenlands ist nicht mehr aufzuhalten ! Die Europäer müssen sich auf Verluste der Griechenschulden einstellen !


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