Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.02.2013

20:44 Uhr

Abstimmung in Zypern

Asmussen nimmt Wahlsieger in die Pflicht

Der neue Präsident Zyperns steht vor einer gewaltigen Aufgabe. Die internationalen Geldgeber muss er für ein Milliarden-Hilfsprogramm gewinnen. EZB-Direktoriumsmitglied Asmussen stellt dafür klare Bedingungen.

Das deutsche EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen fordert Entgegenkommen von Zypern für nötige Hilfsmilliarden. Reuters

Das deutsche EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen fordert Entgegenkommen von Zypern für nötige Hilfsmilliarden.

Berlin/NikosiaDas Euroland Zypern hat an den Bundestag appelliert, dem Milliarden-Hilfsprogramm für den Inselstaat zuzustimmen. „Wir bitten nur um die Solidarität, die wir zuvor gegenüber anderen Ländern gezeigt haben. Wir bitten nicht um Geschenke“, sagte Zyperns Botschafter Minas Hadjimichael der ZDF-Sendung „Berlin direkt“. Das Hilfsprogramm werde Zypern mit Zins und Zinseszins zurückzahlen. „Wir haben auch unseren Stolz und unsere Würde. Alles, was wir wollen, ist ein Darlehen.“

Die Europäische Zentralbank setzt auf Zugeständnisse der zukünftigen Regierung in Nikosia. „Wir brauchen vor Ort einen Ansprechpartner, mit dem man ein Anpassungsprogramm verhandeln kann“, sagte das EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“.

Präsidentenwahl: Anastasiadis muss in die Stichwahl

Präsidentenwahl

Anastasiades muss in die Stichwahl

Der Konservative hat die Abstimmung klar gewonnen, die absolute Mehrheit aber verfehlt.

Bei der Präsidentenwahl auf Zypern setzen viele EU-Länder auf den Konservativen Nikos Anastasiades. Der Politiker verfehlte am Sonntag die absolute Mehrheit und muss sich in einer Woche einer Stichwahl stellen. Auf den Wahlsieger kommt die Aufgabe zu, mit den Geldgebern von Europäischer Union (EU) und Internationalem Währungsfonds (IWF) die Bedingungen für ein milliardenschweres Hilfspaket auszuhandeln. Der scheidende Staatschef Dimitris Christofias von der Kommunistischen Partei war nicht noch einmal angetreten.

Zyperns potenzielle Geldgeber verlangen gewisse Vorleistungen, bevor das Hilfsprogramm beschlossen werden kann. „Um die Schuldentragfähigkeit sicherzustellen, werden wir beispielsweise weitreichende Privatisierungen brauchen“, sagte Asmussen. „Das hatte der bisherige Präsident (Dimitris Christofias) abgelehnt. Jetzt werden wir gucken, ob man bis Ende März ein solches Programm vernünftig verhandeln kann.“ Nur noch bis Ende März ist nach offiziellen Angaben Geld in den Staatskassen.

Zudem müsse Zypern belegen, dass die Standards gegen Geldwäsche angewendet werden. Dies sei eine Bedingung für die Gewährung von Finanzhilfen, sagte der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Jörg Asmussen, am Sonntag in der ARD. Zu der Weigerung der zyprischen Regierung, die Einhaltung dieser Standards von einer internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft untersuchen zu lassen, sagte Asmussen: "Das ist eine der Vorbedingungen, die Zypern erfüllen muss." Er sei hoffnungsvoll, dass eine neue zyprische Regierung die Überprüfungen zulassen werde, sagte der Chefvolkswirt.

Kommentare (19)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Brasil

17.02.2013, 21:03 Uhr

Rauchkerzen, wie zig mal vorher, mehr nicht! Dass gezahlt wird ist lange beschlossen, wie bereits mehrfach bestaetigt!
Na, ihr Deutschen, aufwachen ist immer noch nicht! Schlaft dann mal noch schoen weiter, bis ihr mit einem Knall einfach nicht mehr schlafen koennt!
So langsam hat man wirklich Lust, euch diese ganzen Schulden zu goennen, weil ihr sie ja anscheinend auch wirklich haben "wollt"! Anders ist eure Lethargie nicht zu begreifen. Ihr seid wirklich ein absolut degeneriertes VolK. Wo sich der franz. Praeseident fuerchett, das Renteneintrittsalter dem Deutschen nur etwas anzupassen, weil er einen Volksaufstand fuerchtet, da kann eure FDJ Tussi und der Rollifahrer euch ausnehmen nach Strich und Faden und ihr jubelt noch!

Vanderstorm

17.02.2013, 21:04 Uhr

„Wir bitten nur um die Solidarität, die wir zuvor gegenüber anderen Ländern gezeigt haben. Wir bitten nicht um Geschenke“, sagte Zyperns Botschafter Minas Hadjimichael
-------------------------------------------------------
Sie bitten NUR um Solidarität, die sie anderen Ländern gegenüber gezeigt haben? Welchem Land gegenüber? Und in welchem Ausmaß? Meinen Sie nicht, Herr Hadjimichael, dass Sie Ihren Mund zu weit aufreißen? Sie beleidigen unsere Intelligenz, Herr Hadjimichael! Und das ist gar nicht gut!

AlterSchwede

17.02.2013, 21:14 Uhr

Das Hilfsprogramm werde Zypern mit Zins und Zinseszins zurückzahlen. „Wir haben auch unseren Stolz und unsere Würde. Alles, was wir wollen, ist ein Darlehen.“
-----------------------------------------------------
Man kann gar nicht glauben, was uns diese Kretins so alles verkaufen wollen. Die müssen uns ja für hochgradig bescheuert halten, dass sie so einen Oberkäse unwidersprochen von sich geben können!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×