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25.05.2014

13:42 Uhr

Abstimmungen in ganz Europa

Der Superwahlsonntag

Jeder nur ein Kreuz? Darüber können Millionen von Menschen heute nur lachen: Europawahl, Kommunalwahlen, Wahlen in der Ukraine, Belgien und Litauen. Und auch in Berlin wird über ein brisantes Projekt abgestimmt.

Europawahl nun auch in Deutschland

Video: Europawahl nun auch in Deutschland

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Berin/BrüsselDie Wahllokale sind in Deutschland seit 8 Uhr geöffnet. Auch in 20 weiteren EU-Ländern läuft die Wahl des neuen Europaparlament. Hierzulande können bis 18 Uhr rund 64,4 Millionen Menschen abstimmen. Bislang gibt es nur aus einigen wenigen Ländern erste Prognosen zum Wahlausgang. So heißt es aus den Niederlanden, die bereits am Donnerstag gewählt haben, dass die Eurokritiker um Geert Wilders eine krachende Niederlage hinnehmen mussten.

Offizielle Ergebnisse dürfen erst am späten Sonntagabend bekanntgegeben werden, sobald die letzten Wahllokale in Italien um 23 Uhr geschlossen sind. In Deutschland gibt es bereits um 18 Uhr Prognosen und später auch Hochrechnungen – die Sie alle bei Handelsblatt Online präsentiert bekommen.

Neun Klischees über die EU – und die Wahrheit dahinter

Bürokratiemonster Brüssel

Die EU gilt vielen als Verwaltungsmoloch. Mit rund 33.000 Mitarbeitern beschäftigt die EU-Kommission in etwa so viele Menschen wie die Stadtverwaltung München.

Debattierclub ohne Macht

Seit der Einführung direkter Europawahlen 1979 hat das EU-Parlament deutlich mehr Einfluss gewonnen. Die Abgeordneten bestimmen über die meisten Gesetze mit, haben das letzte Wort beim Haushalt und wählen den Kommissionspräsidenten.

Deutschland als EU-Zahlmeister

Deutschland leistet den größten Beitrag zum EU-Haushalt. 2012 zahlte Berlin netto 11,9 Milliarden Euro. Gemessen an der Wirtschaftsleistung sind Dänemark oder Schweden aber noch stärker belastet.

Bedrohliche Erweiterungen

Zehn Jahre nach der Osterweiterung erweist sich die Angst vor dem „Klempner aus Polen“ als unbegründet. Stattdessen wächst die Wirtschaft in den neuen Mitgliedstaaten.

Außenpolitische Tatenlosigkeit

Neue Sanktionen gegen Russland beweisen: Die EU spielt eine Rolle in der Ukraine-Krise - ebenso wie bei anderen Krisenherden in aller Welt. Den EU-Staaten fällt es dennoch oft schwer, in der Außenpolitik mit einer Stimme zu sprechen.

Die Krümmung von Gurken

Bereits seit 2009 abgeschafft, lastet die „Verordnung (EWG) Nr. 1677/88“ noch wie ein Fluch auf Brüssel. Die Vorschrift setzte Handelsklassen für das grüne Gemüse fest und gilt als Paradebeispiel für die Regulierungswut von Bürokraten.

Die EU ist viel zu teuer

Im Jahr 2014 verfügte die EU insgesamt über mehr als 130 Milliarden Euro. Das ist viel Geld, entspricht aber nur rund einem Prozent der Wirtschaftsleistung der Staaten.

Überbordende Agrarsubventionen

Die Landwirtschaft macht einen sehr großen, aber kleiner werdenden Teil des EU-Haushalts aus. Der Agrar-Anteil am Budget ist in den vergangenen 30 Jahren von 70 auf rund 40 Prozent geschrumpft.

Überbezahlte Parlamentarier

Die EU-Abgeordneten erhalten monatlich zu versteuernde Dienstbezüge von 8020,53 Euro. Hinzu kommen stattliche Vergütungen etwa für Büros, Mitarbeiter und Reisen. Ein Bundestagsabgeordneter erhält 8252 Euro, ebenfalls plus Zulagen.


Mit Spannung verfolgen die Europäer auch die Präsidentschaftswahl in der Ukraine. Der Urnengang wird jedoch von gewaltsamen Auseinandersetzungen im Osten des Landes überschattet. Viele Wahllokale haben noch nicht einmal geöffnet.

Es stehen aber noch weitere Abstimmungen an diesem Superwahlsonntag auf dem Programm. Hier unsere Übersicht mit allen Hintergründen.

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