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14.05.2012

09:22 Uhr

Abwehrmechanismus

Nato will Raketenschild unbedingt ausbauen

Die Nato ist fest entschlossen, ihren Raketen-Abwehrschild auszubauen – trotz der anhaltenden Differenzen mit Russland. Nächste Woche soll der Abwehrmechanismus zum ersten Mal teilweise einsatzfähig sein.

Nato-Chef Anders Fogh Rasmussen: „Vollständige Absicherung des gesamten europäischen Nato-Territoriums“. dpa

Nato-Chef Anders Fogh Rasmussen: „Vollständige Absicherung des gesamten europäischen Nato-Territoriums“.

WashingtonTrotz andauernden Streits mit Russland hat die Nato ihre Entschlossenheit zum Ausbau ihres geplanten Raketen-Abwehrschildes betont. Nach dem Nato-Gipfel in Chicago Ende der Woche werde die Militärallianz das System bis zur „vollen Einsatzfähigkeit“ ausbauen, schreibt Nato-Chef Anders Fogh Rasmussen in einem am Montag veröffentlichten Beitrag für das „Wall Street Journal“. Ein erstes Kommando- und Kontrollsystem stehe bereits, für die kommenden Monate und Jahre erwarte er "weitere Bekanntgaben".

Die Nato will bei ihrem Gipfeltreffen vom 20. bis 21. Mai in Chicago den Beginn einer „beschränkten Einsatzfähigkeit“ des Raketenschilds verkünden. Laut Rasmussen handelt es sich um eine limitierte, aber unmittelbar verfügbare Fähigkeit zur Abwehr von ballistischen Flugkörpern. Die sei ein „erster, aber echter Schritt“ in Richtung einer vollständigen Absicherung des gesamten europäischen Nato-Territoriums.

Der Raketenschild soll Europa Schutz vor einer möglichen Bedrohung durch Mittelstreckenraketen mit einer Reichweite von bis zu 3.000 Kilometer etwa aus dem Iran bieten. Russland hat massive Vorbehalte geäußert und fühlt sich durch das Rüstungsprojekt der Militärallianz bedroht.

Moskau fordert bisher eine rechtlich bindende Garantie der Nato, dass sich der Abwehrschild nicht gegen Russland richtet. Dies gilt jedoch unter anderem in den USA als nicht als durchsetzbar. Sollten die USA keine Zugeständnisse machen, drohte Russland bereits damit, in der russischen Exklave Kaliningrad ein eigenes Raketensystem zu aktivieren.

Von

afp

Kommentare (9)

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Hagbard_Celine

14.05.2012, 09:44 Uhr

Die Raketenabwehr dient nicht dem Schutz gegen Waffen die es nicht gibt sondern um ein Feindbild aufzubauen: Russland.

Die Nato ist inzwischen überflüssig wie ein Kropf was die USA verzweifelt zu ändern versuchen.

Russland Interessen sind - im Gegensatz zu den USA - europäische Interessen. Europas Politiker sollten den USA, dem Kriegstreiber und Meschenrechtsverletzer Nr. 1, das Gesäß zeigen.

Europas Zukunft liegt auf dem Kontinent, nicht jenseits des großen Teiches. Russland ist ein unverzichtbarer Teil davon.

Account gelöscht!

14.05.2012, 10:00 Uhr

gegen raketen aus dem iran, der war gut. der iran will doch nur seinen frieden haben, wenn man denen nichts macht, machen die uns auch nichts.

und ihr liebes handelsblatt macht mit, das ist so lächerlich.

nurin182

14.05.2012, 10:12 Uhr

Vollkommen meine Ansicht. Leider wird man unter den EU Polit-Versagern keine Gegenstimme finden!

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