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05.01.2013

09:58 Uhr

Abzug aus Afghanistan

Pentagon will US-Truppen stärker reduzieren

In Afghanistan sollen nach 2014 weniger US-Soldaten stationiert bleiben als bisher geplant. Das geht aus Plänen des Verteidigungsministeriums hervor. Der Wunsch zu einer stärkeren Reduzierung kam von höchster Stelle.

US-Soldaten in Fort Stewart, Georgia. Das Pentagon will die Truppen in Afghanistan offenbar stärker reduzieren als bisher erwartet. dpa

US-Soldaten in Fort Stewart, Georgia. Das Pentagon will die Truppen in Afghanistan offenbar stärker reduzieren als bisher erwartet.

WashingtonDas US-Verteidigungsministerium hat laut einem Zeitungsbericht Szenarien für eine Truppenreduzierung in Afghanistan entworfen, die deutlicher ausfällt als ursprünglich angedacht. Nach dem für 2014 geplanten allgemeinen Abzug der ausländischen Truppen vom Hindukusch könnten die USA 3000, 6000 oder 9000 Soldaten im Land belassen, zitierte das „Wall Street Journal“ am Freitag aus den Pentagon-Plänen. Sie würden mit Einsätzen gegen Aufständische sowie der Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte beauftragt.

Der Kommandeur der US- und NATO-Truppen in Afghanistan, General John Allen, hatte laut „WSJ“ nahegelegt, 6000 bis 15.000 US-Soldaten nach 2014 im Land zu lassen. Das Weiße Haus habe aber darauf gedrungen, Möglichkeiten zu prüfen, die Zahl der stationierten Soldaten stärker zu verringern. US-Verteidigungsminister Leon Panetta kündigte an, die deutlich verkleinerte Truppe solle sich darauf konzentrieren, das Terrornetzwerk Al-Kaida daran zu hindern, in Afghanistan erneut Fuß zu fassen.

Das „Wall Street Journal“ hob hervor, dass durch eine geringere Zahl von US-Soldaten der Einsatz unbemannter Drohnen bei der Bekämpfung von Aufständischen stark an Bedeutung gewinnen werde. Derzeit verhandeln die USA und ihre Verbündeten dem Bericht zufolge über das künftige ausländische Truppenkontingent in Afghanistan, von dem die USA unabhängig von der letztlich beschlossenen Zahl zwei Drittel der Soldaten stellen soll. Kommende Woche will Afghanistans Staatschef Hamid Karsai nach Washington reisen, um über die Stationierung von US-Soldaten nach 2014 zu beraten.

Von

afp

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