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07.03.2014

23:45 Uhr

Ägypten

Drei Tote bei Protesten in Kairo

Die Spannungen in Ägypten kochen wieder auf: Bei Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der Muslimbrüder und Polizisten in Kairo sind drei Demonstranten getötet worden. Landesweit wurden rund 60 Menschen festgenommen.

Die Proteste gehen weiter: In Ägypten gingen erneut Anhänger von Mursi auf die Straße - in Kairo gab es drei Tote. Reuters

Die Proteste gehen weiter: In Ägypten gingen erneut Anhänger von Mursi auf die Straße - in Kairo gab es drei Tote.

KairoBei neuerlicher Gewalt in der ägyptischen Hauptstadt Kairo sind am Freitag mindestens drei Menschen getötet worden. Mindestens 23 weitere Menschen seien bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen islamistischen Demonstranten und Sicherheitskräften verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Ein Vertreter der Sicherheitskräfte gab an, es seien 17 Polizisten verletzt und drei Polizeiautos zerstört worden.

Die Protestierenden seien mit Schusswaffen und Brandbomben gegen die Beamten vorgegangen, verlautete aus Sicherheitskreisen. Die Polizei habe mit dem Einsatz von Tränengas reagiert.

Die Islamisten demonstrierten erneut für eine Wiedereinsetzung des im vergangenen Juli vom Militär gestürzten Staatschefs Mohammed Mursi. Auch in anderen Städten des Landes gab es Proteste, bei denen nach offiziellen Angaben mindestens fünf weitere Menschen verletzt wurden. Landesweit wurden demnach 60 Demonstranten festgenommen.

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Seit der Absetzung Mursis wurden bei Gewalt zwischen seinen Anhängern und den Sicherheitskräften bereits mehr als 1400 Menschen getötet. Tausende Islamisten sitzen im Gefängnis. Die vom Militär gelenkte Staatsführung ließ die Muslimbruderschaft, der Mursi entstammt, verbieten, was die Proteste weiter anheizte. Die Muslimbrüder distanzieren sich ihrerseits der Gewalt.

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