Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.02.2013

10:43 Uhr

Ägypten

El Baradei wll nicht "Teil eines Schwindels" sein

Der ägyptische Oppositionsführer Mohammed El Baradei hat zum Boykott der geplanten Parlamentswahl aufgerufen. Der Politiker fühlt sich wie zu alten Mubarak-Zeiten betrogen.

Mohammed El Baradei fühlt sich beim Gedanken an die anstehenden Wahlen an alte Tage erinnert und ruft daher zum Boykott der Wahlen auf. dapd

Mohammed El Baradei fühlt sich beim Gedanken an die anstehenden Wahlen an alte Tage erinnert und ruft daher zum Boykott der Wahlen auf.

IstanbulDie Wahlen sollen Ende April abgehalten werden. Über den Kurznachrichtendienst Twitter erklärte El Baradei am Samstag, dass er schon unter Langzeitpräsident Husni Mubarak im Jahr 2010 zum Wahlboykott aufgerufen habe. Diesen Aufruf wiederhole er nun. „Ich werde nicht Teil eines Schwindels sein“, betonte ElBaradei. „Als wäre das alte System nie gestürzt worden.“

Präsident Mohammed Mursi hat per Dekret die Wahltermine festgelegt. Vorgesehen ist eine Abstimmung in vier Phasen. In einer ersten Runde am 27. und 28. April werden die Bürger in Kairo und vier weiteren Städten des Landes an die Urnen gerufen. Der letzte Durchgang ist am 19. und 20. Juni anberaumt, mögliche Stichwahlen können bis zum 26. und 27. Juni abgehalten werden. Die erste Sitzung des neuen Parlaments ist für den 6. Juli geplant.

Die Opposition fordert die Bildung einer Übergangsregierung, in der die politischen Kräfte gemeinsam an der Lösung der Krise in dem Land arbeiten, und lehnt die Dominanz der Muslimbruderschaft in der Regierung ab. Aus den Reihen der islamistischen Bewegung stammt auch Mursi.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×