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25.02.2013

09:26 Uhr

Ägypten

Mursi lässt sich nicht aus dem Amt jagen

Die Opposition in Ägypten protestiert vehement gegen Präsident Mohammed Mursi. Ein Vorwurf: Tausende Muslimbrüder seien in auf wichtige Posten gesetzt worden. Doch Mursi denkt nicht daran, als Präsident zurückzutreten.

Präsident Mohammed Mursi können die Proteste noch nichts anhaben. Reuters

Präsident Mohammed Mursi können die Proteste noch nichts anhaben.

KairoDer ägyptische Präsident Mohammed Mursi lässt sich von den Massenprotesten der Opposition nicht zum Rücktritt drängen. In einem Interview mit dem TV-Sender Mehwar erklärte der islamistische Staatschef in der Nacht zum Montag: „Das ägyptische Volk hat mir einen Auftrag für vier Jahre erteilt.“ Dies sei eine Verantwortung, der er sich stellen werde.

Zu Medienberichten, wonach seit dem vergangenen Jahr 12 000 Angehörige der Muslimbruderschaft in wichtige Ämter aufgerückt sein sollen, mit dem Ziel, den Staat „unter ihre Kontrolle zu bringen“, sagte er: „Dies ist so nicht richtig. Wie soll ich denn arbeiten, ohne dass es in allen staatlichen Organen eine starke, aktive Verwaltung gibt? Die Kontrolle im Sinne von Unterdrückung und Unrecht ist abzulehnen, aber die Kontrolle im Sinne von Führung, das ist notwendig.“

Die Demonstrationen und Rücktrittsforderungen der vergangenen Wochen bezeichnete Mursi als „Meinungsäußerungen“, die man so lange respektieren könne, wie sie friedlich abliefen. Ein Grund zum Rücktritt seien die Proteste aber nicht, denn die „Meinungsäußerung“ an der Urne sei wichtiger.

Von

dpa

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