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13.07.2013

04:03 Uhr

Ägypten

Zehntausende Mursi-Anhänger bei Protestkundgebungen

Die Muslimbrüder blasen erneut zum Protest gegen die Entmachtung Mursis: Zehntausende Islamisten strömen im ganzen Land auf die Straßen, um dessen Wiedereinsetzung zu fordern.

Muslim-Brüder demonstrieren für Mursi: Die Lage in Kairo könnte leicht außer Kontrolle geraten. dpa

Muslim-Brüder demonstrieren für Mursi: Die Lage in Kairo könnte leicht außer Kontrolle geraten.

KairoDie Islamisten in Ägypten stemmen sich weiter gegen die Entmachtung von Mohammed Mursi: Zehntausende Unterstützer der Muslimbruderschaft haben sich am Freitag zu Solidaritätskundgebungen für den geschassten Staatschef versammelt. Die Demonstranten hielten Bilder mit dem Konterfei Mursis in die Höhe und forderten lautstark dessen Rückkehr ins höchste Staatsamt. Zudem beschimpften sie Armeechef Abdel Fattah al-Sissi als „Verräter“.

Bei der zentralen Kundgebung in der Hauptstadt Kairo strömte eine große Menschenmenge vor die Rabaa-al-Adawija-Moschee, wo Anhänger Mursis seit zwei Wochen campieren. Die Teilnehmerzahl hielt sich im Vergleich zu den vorangegangenen Tagen in Grenzen. Allerdings wurde erwartet, dass mit Einbruch der Dunkelheit und dem Fastenbrechen im Ramadan noch weitere Protestler hinzukommen würden. Kundgebungen der Islamisten gab es zudem in Alexandria und etlichen anderen Städten.

„Wir sind bereit, einen Monat, zwei Monate, ein Jahr oder sogar zwei Jahre zu bleiben“, sagte der ultrakonservative salafistische Kleriker Safwat Hegasi zu den Demonstranten in Kairo. Einige der Protestler marschierten zum Hauptquartier der Republikanischen Garde weiter, wo am Montag bei Zusammenstößen mit Soldaten mehr als 50 Anhänger Mursis getötet wurden. Die Streitkräfte hatten Islamisten für den Gewaltausbruch verantwortlich gemacht.

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Die Islamisten wollen mit einer Ausweitung ihrer Straßenproteste die Wiedereinsetzung Mursis erzwingen. Zugleich sieht sich die Muslimbruderschaft mit einem harten Vorgehen gegen ihre Führung konfrontiert. Gegen eine Reihe von ihnen wurde diese Woche Haftbefehl erlassen, strafrechtliche Ermittlungen wurden eingeleitet.

Einige Führer der Muslimbruderschaft hielten sich derzeit dauerhaft in einem Gesundheitszentrum auf, sagte der Sprecher der Bruderschaft, Ahmed Aref, der Nachrichtenagentur AP. Zugleich sagte er, dass sie nicht vor der Haft fliehen würden. In dem Zentrum befinden sich unter anderem der führende Muslimbruder Mohammed al-Beltaki sowie der stellvertretende Chef des politischen Arms der Gruppe, Essam al-Erian. Wo sich jedoch der geistliche Führer Mohammed Badia aufhalte, wisse er nicht, sagte Aref.

Mursi selbst wird nach seiner Entmachtung am 3. Juli an einem unbekannten Ort festgehalten. Neben dem ehemaligen Staatschef sind noch fünf andere führende Mitglieder seiner Muslimbruderschaft in Haft. Erst am Donnerstag hatte die ägyptische Staatsanwaltschaft angekündigt, Vorwürfen nachzugehen, wonach Mursi and 30 weitere Muslimbrüder während der Revolution im Jahr 2011 mit Hilfe der militanten palästinensischen Hamas aus der Haft geflohen sind.

Unterdessen hat sich die US-Regierung der deutschen Forderung nach einer Freilassung des gestürzten ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi angeschlossen. Auf die Frage, wie man zu einer entsprechenden Äußerung von Außenminister Guido Westerwelle stehe, sagte US-Außenamtssprecherin Jen Psaki am Freitag in Washington: „Wir stimmen dem zu.“

Westerwelle hatte zuvor nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin ein Ende der „aufenthaltsbeschränkenden Maßnahmen“ gegen Mursi verlangt. Zudem müsse „unverzüglich“ eine unabhängige internationale Organisation wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) Zugang zu Mursi bekommen.

Von

ap

Kommentare (1)

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pressidentarmedjihad@dynip.name

12.07.2013, 20:16 Uhr

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