Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.06.2012

06:42 Uhr

Ägyptens Ex-Machthaber

Mubaraks Schweizer Millionen-Schatz soll gehoben werden

VonHolger Alich

Die Schweiz hat große Teile des Vermögens von Ägyptens Ex-Machthaber Husni Mubarak eingefroren. Das Geld soll an die neu gewählte Regierung des Landes fließen. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg.

1,7 Milliarden Franken an Diktatoren-Geldern hat die Schweiz bereits an die Herkunftsländer zurück erstattet. ap

1,7 Milliarden Franken an Diktatoren-Geldern hat die Schweiz bereits an die Herkunftsländer zurück erstattet.

ZürichDie Ära Mubaraks in Ägypten ist Geschichte - das Land hat nun zum ersten Mal einen frei gewählten Präsidenten. Mubaraks Hinterlassenschaft wird vermutlich aber noch lange die Staatengemeinschaft in Atem halten. Etwa, was mit dem Millionenschweren Vermögen werden soll, das der Mubarak-Clan ins Ausland geschafft hat.

Als größter Finanzplatz für Offshore-Gelder rückt hierbei regelmäßig die Schweiz in den Blickpunkt. Die Alpenrepublik hat es aber satt, als Spardose für Diktatoren in Verruf zu geraten. Daher hat die Schweizer Regierung bereits am Tag von Mubaraks Absetzung im vergangenen Februar Gelder des Diktator-Clans gesperrt.

Insgesamt 410 Millionen Franken Vermögenswerte liegen seitdem auf Eis. Betroffen sind insgesamt zwölf Personen, darunter Mubarak selbst, seine Gattin Suzanne Thabet, deren Bruder, sowie Mubaraks Söhne Alaa und Gamal inklusive deren Ehefrauen. Auch ranghohe Mitglieder Mubaraks Regierung wie der ehemalige Tourismus-Minister haben keinen Zugriff mehr auf ihre Konten in der Schweiz.

Die Schweiz will so verhindern, dass die Gelder verschwinden. Doch bis zu einer Auszahlung der gesperrten Vermögen an die neue Regierung Ägyptens ist es noch ein langer Weg.

Nach Angaben der zuständigen Bundesanwaltschaft liegen derzeit drei Rechtshilfe-Gesuche Ägyptens in Bezug auf die Mubarak-Vermögen vor. „Die ägyptischen Behörden ersuchen um die Sperre, Beschlagnahmung und Rückerstattung der Vermögenswerte der betroffenen Personen“, teilte die Sprecherin der Bundesanwaltschaft auf Anfrage von Handelsblatt Online mit.

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

HeuteBorgenMorgenSorgen

26.06.2012, 07:25 Uhr

[+++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++]

mon_y.burns@dynip.name

26.06.2012, 07:36 Uhr

[+++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++]

Account gelöscht!

26.06.2012, 07:57 Uhr

Auch ein Weg an Geld zu kommen. Regierung stürzen - Regierungsmarionette einsetzen - Geld auszahlen lassen - verschwinden....

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×