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21.03.2017

19:20 Uhr

Äußerungen des BND-Chefs

Türkei bittet deutschen Diplomaten zum Gespräch

Die türkische Regierung hat den Geschäftsträger der deutschen Botschaft zum Gespräch gebeten, nachdem BND-Präsident Kahl Zweifel daran äußerte, dass die Gülen-Bewegung hinter dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 steckt.

Der Geschäftsträger der Deutschen Botschaft in der Türkei wurde von der türkischen Regierung zum Gespräch gebeten. Die Türkei wirft Deutschland vor, die „Gülen-Bewegung“ zu unterstützen, welche die Türkei für den Putschversuch vergangenes Jahr verantwortlich macht. dpa

Deutsche Botschaft in Ankara

Der Geschäftsträger der Deutschen Botschaft in der Türkei wurde von der türkischen Regierung zum Gespräch gebeten. Die Türkei wirft Deutschland vor, die „Gülen-Bewegung“ zu unterstützen, welche die Türkei für den Putschversuch vergangenes Jahr verantwortlich macht.

IstanbulAus Protest gegen die Äußerungen des BND-Chefs über den Putschversuch in der Türkei hat Ankara den Geschäftsträger der deutschen Botschaft zum Gespräch gebeten.

Die Aussagen Bruno Kahls zeugten von der „toleranten“ und „beschützenden“ Einstellung der Bundesrepublik Deutschland zur Gülen-Bewegung, teilte das türkische Außenministerium am Dienstag mit. Die türkische Führung macht die Bewegung um den in den USA lebenden türkischen Islamprediger Fethullah Gülen für den Putschversuch vom 15. Juli 2016 verantwortlich.

Kahl hatte in einem Interview des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ Zweifel daran geäußert, dass die Gülen-Bewegung hinter dem Putschversuch stecke. Das türkische Außenministerium warf Deutschland zudem vor, „Hunderten“ Gülen-Anhängern Zuflucht zu gewähren.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Hans Klahrin

22.03.2017, 09:34 Uhr

Wie unverschämt!
Da behauptet doch tatsächlich der BND, dass es möglicherweise doch nicht der erklärte Feind Gülen war, der hinter dem Putschversuch gesteckt hat. Wie geht denn sowas. Das ist ja Einmischung in die innersten Angelegenheiten eines Landes. Jetzt kann man sich noch nicht mal seinen Feind selber aussuchen, ohne dass jemand reinredet.

Hat unserer Regierung eigentlich nen Botschafter einbestellt, als es um die Naziäußerungen ging? Kann mich nicht erinnern, so etwas gelesen zu haben.
An sich wäre es ja ganz einfach. Präsentiert doch bitte der ganzen Welt die Beweise für die Beteiligung von Herrn Gülen. Dann wird vermutlich problemlos weltweit das Netzwerk verboten.
Scheinbar gibt es die nur nicht...Wie war das nochmal mit der Abhörung Trumps durch Obama?
Einfach immer weiter drauf beharren, in der Hoffnung irgendwann glaubt es die ganze Welt.

Herr Old Harold

22.03.2017, 13:32 Uhr

Zweifel am "Zweifel des BND-Präsidenten" sind angebracht.

Hatte doch der SPD-Bundesjustizminister Maas jüngst bei "Anne Will" erklärt, er habe erst aus der Presse erfahren, dass sein Amtskollege aus der Türkei zu Wahlkampfzwecken nach Deutschland reisen wollte.

BND = Außer Spesen, nichts gewesen!

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