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09.04.2014

14:01 Uhr

AfD-Chef

Lucke fordert Euro-Ausschluss der Südländer

Die Lage in der Eurozone ist schlimmer als zu Beginn der Krise vor vier Jahren – sagt AfD-Chef Bernd Lucke. Er will weiterhin die Südländer vom Euro ausschließen und wirft der Bundesregierung Versagen vor.

Die AfD will ins Europa-Parlament

Lucke: "Die Südländer sollen raus aus dem Euro"

Die AfD will ins Europa-Parlament: Lucke: "Die Südländer sollen raus aus dem Euro"

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BerlinDie Alternative für Deutschland (AfD) hält die Krise der Eurozone für weiter ungelöst und wirft der schwarz-roten Bundesregierung Fehlinformationen über die tatsächliche Lage vor. „Hier wird der Öffentlichkeit Sand in die Augen gestreut“, sagte AfD-Chef Bernd Lucke am Mittwoch in Berlin. Teilweise sei die Lage schlimmer als zu Beginn der Krise vor vier Jahren; die Situation in Frankreich sei „alarmierend“. Lucke bekräftigte die Forderung der AfD, die Südländer müssten die Eurozone verlassen.

Über die Lage in Griechenland werde bewusst falsch informiert, betonte der Hamburger Wirtschaftsprofessor. So habe das Defizit dort 2013 etwa 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen, auch ohne Berücksichtigung der Zinslast liege es immer noch bei 8,8 Prozent. Die Behauptung, Griechenland habe einen „Primärüberschuss“ erzielt, also ohne Zinszahlungen mehr eingenommen als ausgegeben, sei falsch.

Wer die AfD anführt

Bernd Lucke, Sprecher

Bernd Lucke ist Professor für Makroökonomie an der Universität Hamburg, 2004 war er Berater der Weltbank. Lucke sieht sich als „Christdemokrat, der von seiner Partei verlassen wurde“ und so verließ er nach 33 Jahren Mitgliedschaft die CDU, in die er mit 16 eintrat. Er fordert eine geordnete Auflösung des Euro-Zwangsverbandes. Eine Option sei die Einführung von Parallelwährungen. Dafür müsste Deutschland eine Änderung der Verträge erzwingen.

Konrad Adam, Sprecher

Der ehemalige FAZ-Redakteur vertrat schon 2003 die Meinung, dass die fehlende Einheit von Staatsvolk und Staat die EU geradewegs zur Despotie führen müsse. Denn die bürokratische Zentrale in Brüssel ziehe mehr und mehr Kompetenzen an sich, die nicht durch Volkszustimmung legitimiert seien. 2005 bezeichnet er die europäischen Politiker als „zeitgerecht regierende Tyrannen“, die sich von dem „Glauben an den Legitimationsbedarf jeglicher Herrschaft“ losgesagt hätten.

Frauke Petry, Sprecherin

Frauke Petry wurde am 1. Juni 1975 geboren. Sie ist Mitglied des Sächsischen Gleichstellungsbeirats und Landesbeauftragte für Sachsen des Vereins zur Unterstützung der Wahlalternative 2013. Außerdem ist sie Trägerin des Bundesverdienstordens.

Alexander Gauland, stellvertretender Sprecher

Gauland war bis 2011 Mitglied der CDU und in den 1980er Jahren Staatssekretär in der hessischen Staatskanzlei unter Ministerpräsident Walter Wallmann. Gauland beklagt den Verlust des Konservativen in der CDU und ist ein vehementer Gegner des „Brüsseler Großstaats“. Er war schon immer ein Euro-Skeptiker. Für ihn ist Europa ein „Kontinent der Nationen“ ohne gemeinsame europäische Kultur. Die Einführung des Euro sieht er vornehmlich
dem Interesse der anderen Staaten geschuldet, ein zu starkes Erstarken Deutschlands zu verhindern.

Der Bundesregierung warf Lucke vor, durch die Einführung des Mindestlohns und ihrer Rentenpläne die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu verschlechtern. Ausdrücklich unterstützte er die Kritik vom Wirtschaftsflügel der CDU an den von der SPD durchgesetzten Reformen.

Von

dpa

Kommentare (13)

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Account gelöscht!

09.04.2014, 16:04 Uhr

Man kann von Lucke und der AfD halten, was man will. In Bezug auf den Euro hat der Mann recht - der Euro wird mit der völligen Verarmung der Deutschen enden - der Lebensstandard wird für die Masse immer geringer, die Sozialdividende entfällt. Dieses "politische Projekt" ist von einer Größenordnung inkl. Bankenunion, die man ansonsten nur von dem untergegangenen Kommunisten im alten Ostblock gewohnt ist. Aber das paßt zur EU - die zur EUSSR mutiert. Schulz - der Martin, ne - hat recht, wenn er erklärt, dass die EU selbst nie Mitgliedstaat der EU werden könnte wegen eklatanter Demokratiedefizite.
Wer die "Vereinigten Staaten von Europa" anstrebt hat aus der Geschichte nichts gelernt. So ein Gebilde wird enden wie Jugoslawien.
Und wer von der NWO schwadoniert sollte bedenken, dass sich die Eurozone noch nicht mal einigen kann - trotz Bilderberger, etc. Das ist nur Chaos. Und wird genauso enden. Ich freue mich auf den Bumms. Und dann werden selbstverständlich die verantwortlichen Politiker zur Rechenschaft gezogen!

Account gelöscht!

09.04.2014, 16:10 Uhr

Richtig so. Der einzige der Durchblick hat ist Lucke. Darum, Afd wählen!

Account gelöscht!

09.04.2014, 16:22 Uhr

Zitat : Lucke bekräftigte die Forderung der AfD, die Südländer müssten die Eurozone verlassen.

- das braucht keine Forderung an die EUtopia sein.....die Südländer werden demnächst den € selbst verlassen !

Den Anfang muß eben ein Geberland der Südländer sein ( die Nehmerländer werden verständlicherweise die EU nie verlassen ) und schon ist die EU und der € im AR*** !

Kandidaten für den Austritt sind Italiener und Franzosen !

Mal schauen, wer zuerst wackelt !

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