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17.11.2013

13:55 Uhr

AfD ohne Europas Rechtspopulisten

"Auf keinen Fall"

Für denn Fall, dass die euroskeptische AfD in das Europaparlament einzieht, will sie nicht mit einem rechtspopulistischen Block kooperieren. Das komme gar nicht in Betracht, sagte AfD-Chef Bernd Lucke.

Bernd Lucke, der Spitzenkandidat der AfD möchte „ auf keinen Fall“ mit Europas Rechtspopulisten zusammenarbeiten. dpa

Bernd Lucke, der Spitzenkandidat der AfD möchte „auf keinen Fall“ mit Europas Rechtspopulisten zusammenarbeiten.

BerlinDie euroskeptische Alternative für Deutschland (AfD) will für den Fall eines Einzugs in das Europaparlament nicht mit einem sich formierenden rechtspopulistischen Block kooperieren. Das Bündnis des niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders und der Vorsitzenden der extrem-rechten französischen Front National, Marine Le Pen, komme "auf keinen Fall" als Partner in Betracht, sagte AfD-Chef Bernd Lucke dem "Focus" laut Vorabbericht vom Samstag. Die AfD wolle erst nach der Wahl im Mai entscheiden, mit wem sie eine EP-Fraktion bilden wolle.
"Das kann ich erst sagen, wenn ich diese Abgeordneten und Parteien kenne", sagte Lucke dem Magazin. Es sei auch gut möglich, dass die AfD eine fraktionslose Gruppe bilden werde. Die AfD war bei der Bundestagswahl im September nur knapp an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Bei der Wahl zum Europaparlament gilt nur eine Drei-Prozent-Hürde.

Fakten zur Anti-Euro-Bewegung „Alternative für Deutschland“

Parteigründer

Zu den Gründern der Partei gehören neben dem Hamburger Wirtschaftsprofessor Bernd Lucke unter anderem der langjährige FAZ-Feuilletonist Konrad Adam und der ehemalige hessische Staatssekretär Alexander Gauland.

Nein zum Euro

Die AfD fordert die Auflösung des Euro-Währungsgebietes und die Wiedereinführung nationaler Währungen.

Bundestagswahl

Zur Bundestagswahl im September 2013 ist die neugegründete Partei erstmals angetreten. Bei der Europawahl im Mai 2014 erzielte sie sieben Prozent und zog mit sieben Abgeordneten ins EU-Parlament ein.

Am Freitag hatten Spitzenvertreter von rechtspopulistischen Parteien aus fünf EU-Staaten in Wien über eine gemeinsame Strategie für die Europawahl beraten. Ziel ist es, einen nationalistischen Block zu schmieden, um nach der Wahl im Europaparlament eine parlamentarische Gruppe bilden zu können.

Gastgeberin des Treffens war die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ). Dazu kamen die französische Front National (FN), die italienische Lega Nord, der Vlaams Belang aus Belgien und die Demokratische Partei aus Schweden. Erst am Mittwoch hatten Le Pen und Wilders andere euroskeptische und nationalistische Parteien aufgerufen, sich ihnen anzuschließen.

Von

rtr

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