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13.08.2013

15:48 Uhr

Affenfelsen

London schickt Kriegsschiff nach Gibraltar

Der Streit zwischen Großbritannien und Spanien um Gibraltar verschärft sich. Weder London noch Madrid lenkt ein. An einem langfristigen Konflikt um den „Affenfelsen“ ist jedoch keinem der beiden Nato-Verbündeten gelegen.

Seit 300 Jahren streiten Briten und Spanier um Gibraltar. London erhofft sich von der Flotte einen positiven Nebeneffekt im Streit um den Felsvorsprung am Südzipfel der Iberischen Halbinsel. Reuters

Seit 300 Jahren streiten Briten und Spanier um Gibraltar. London erhofft sich von der Flotte einen positiven Nebeneffekt im Streit um den Felsvorsprung am Südzipfel der Iberischen Halbinsel.

Madrid/LondonBritische Kriegsschiffe stechen in Richtung Gibraltar in See, aber ihre Mission ist friedlicher Natur. Mit dem Streit zwischen Großbritannien und Spanien um den „Affenfelsen“ habe das Auslaufen des Flottenverbandes nichts zu tun, betonen die Regierungen in London und Madrid. Die Schiffe sollten an Manövern im Mittelmeer und im Persischen Golf teilnehmen, die schon seit Monaten geplant seien. Ein Schiff der spanischen Marine wird sich in den nächsten Tagen dem Verband anschließen.

Allerdings erhofft London sich von der Flotte einen positiven Nebeneffekt im Streit um Gibraltar. Die Fernsehbilder vom Auslaufen der mit Union Jack geschmückten Kriegsschiffen könne den Spaniern signalisieren, sich ihre nächsten Schritte gut zu überlegen, meinen Beamte im Foreign Office. Zugleich unterstreicht die Flotte symbolisch die Entschlossenheit des britischen Premierministers David Cameron.

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Der Streit zwischen Briten und Spaniern um den Felsvorsprung am Südzipfel der Iberischen Halbinsel währt seit mehr als 300 Jahren. Eine Kleinigkeit reichte aus, neue Spannungen zwischen London und Madrid aufkommen zu lassen. Die Regierung von Gibraltar hatte Ende Juli etwa 70 Betonklötze ins Meer werfen lassen, die spanische Fischer daran hindern sollen, dort ihre Schleppnetze auszuwerfen.

Die Regierung in Madrid sah darin eine „Politik der vollendeten Tatsachen“ und ordnete eine Verschärfung der Kontrollen an der Grenze zu Gibraltar an, was stundenlange Wartezeiten zur Folge hatte. Die Leidtragenden sind nicht nur die Bewohner Gibraltars, sondern auch Touristen und spanische Pendler. Spanien behält weitere Maßnahmen in der Hinterhand. Dazu gehören eine mögliche Grenzgebühr von 50 Euro für Kraftfahrzeuge oder eine Anrufung der Vereinten Nationen.

Kommentare (2)

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ALFRED

13.08.2013, 16:44 Uhr

Vielleicht sollten die Engländer doch den EURO einführen,
das "größte Friedensprojekt aller Zeiten"!
Der "Affenfelsen" und Spanien wären befriedet.

Auch wenn der "Euro" mit diesem Problem (wahrscheinlich) nichts zu tun hat, so ist seit der Einführung nichts besser geworden, das Verständnis der Länder untereinander nicht tiefer!

Das Einzige was gestiegen ist, sind die unterschwelligen Ressentiments und Frustrationen. Und diese werden wie Ver-
stärker auf dieses englisch-spanische Konflikt(lein) wirken!

JJJ

13.08.2013, 18:38 Uhr

Europa sichert den Frieden. Genau...

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