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26.09.2011

21:26 Uhr

Afghanische Polizei

USA sparen an Stiefeln und Uniformen

Das US-Militär wollen mit ihren Truppen Afghanistan verlassen, aber erst steht es noch in der Verantwortung, afghanische Soldaten und Polizisten auszubilden. Dafür stellt es jetzt Sparmaßnahmen vor.

Helme und Schilde von afghanischen Polizisten in einem Archivbild von 2007. ap

Helme und Schilde von afghanischen Polizisten in einem Archivbild von 2007.

WashingtonDas US-Militär will die Kosten für das Training der afghanischen Truppen in den nächsten Jahren mehr als halbieren.

Die Ausgaben der USA für die Ausbildung und die Ausrüstung der afghanischen Soldaten und Polizisten könnten langfristig auf unter sechs Milliarden Dollar (4,5 Milliarden Euro) jährlich gesenkt werden, sagte US-General William Caldwell am Montag in einer Video-Pressekonferenz aus Kabul. Es sei davon auszugehen, dass die Gewalt der Aufständischen zurückgehe und Gelder noch effizienter eingesetzt werden könnten.

Für das Jahr 2012 hat das Pentagon noch 12,8 Milliarden Dollar Ausgaben für das afghanische Militär angesetzt. Erste Ausgabeneinsparungen bei der Ausstattung wurden laut Caldwell erzielt, indem die afghanischen Stützpunkte mit Ventilatoren statt mit teuren und schwerer zu unterhaltenden Klimaanlagen ausgestattet wurden. Zudem werden die Stiefel und Uniformen für die afghanische Armee nicht mehr importiert, sondern bei einheimischen Firmen zu einem geringeren Preis geordert.

Washington steht derzeit unter Druck, seine Verteidigungsausgaben zu drosseln, auch beim Einsatz in Afghanistan. Die internationalen Truppen wollen bis Ende 2014 die Sicherheitsverantwortung an die afghanischen Sicherheitskräfte übergeben. Dort sind bisher rund 305.000 Soldaten und Polizisten im Einsatz. Bis Ende 2012 sollen es gut 350.000 Mann sein.

Von

afp

Kommentare (3)

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Daniel

26.09.2011, 22:37 Uhr

Unabhängig von den Einsparmaßnahmen klingt das für mich nach sehr sinnvollen Maßnahmen: Beschaffung vor Ort schafft Arbeitsplätze und bringt Geld ins Land. Einfachere Technik (Ventilatoren statt Klimaanlagen) spart vor allem auch Folgekosten, die im besten Fall irgendwann von Afghanistan selbst zu tragen sind und sorgt ebenfalls dafür, dass örtliche Unternehmen und Arbeiter vor Ort Installation und Wartung übernehmen können.

Euyonimus

27.09.2011, 02:41 Uhr

Wo die USA ihren Fuß reinsetzt, bleibt verbrannte Erde zurück, siehe Irak, keine Lösung der Probleme, was man sich vorgenommen hatte.
Nur gut, daß das Sparenmüssen hier jetzt Einhalt gebietet.

Am besten barfuß gehen und ein Laken um sich schlingen, das geht doch sicher auch:-) und zudem möglichst schnell nach Hause gehen.

Man soll doch mal aufrechnen, was eine einzige Drohne kostet, deren zuhauf in den Sand gesetzt werden. Da bräuchte man auch die Suppenküchen in den USA nicht mehr.

rolfnighthawk

02.10.2011, 02:16 Uhr

... aber hallo, das ist das positive an dieser nachricht:
"kriege sind teuer" und "kriege werden immer teurer"
Ich hoffe sie werden mal so teuer, dass sie sich niemand mehr leisten kann - denn die zeiten, dass man die überfallenen länder danach einfach nur auszuplündern braucht - ich glaube, ich hoffe, diese zeiten sind vorbei

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