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02.01.2010

17:52 Uhr

Afghanisches Parlament

Schallende Ohrfeige für Hamid Karsai

Die Wiederwahl des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai gilt nach wie vor als umstritten. Das Parlament in Kabul hat diese Annahme am Samstag nachdrücklich unterstrichen: 17 der 24 vorgeschlagenen Minister wurden abgelehnt. Einmal mehr werden nun Forderungen nach Karsais Rücktritt laut.

Die Probleme bei der Kabinettsbildung setzen Präsident Karsai unter Druck. dpa

Die Probleme bei der Kabinettsbildung setzen Präsident Karsai unter Druck.

HB KABUL. Das afghanische Parlament hat am Samstag mehr als zwei Drittel der von Präsident Hamid Karsai vorgeschlagenen Kabinettsmitglieder abgelehnt. 17 von 24 Minister wurden in teilweise engen und langwierigen Abstimmungen abgewiesen. Nach der Abstimmung forderten Kritiker den Rücktritt des umstrittenen Staatschefs. "Der Präsident sollte jetzt zurücktreten, er muss zurücktreten", sagte Ahmad Schah Ahmadsai, ein früherer Premierminister.

Karsai hatte Ende Dezember, einen Monat nach seiner Bestätigung im Amt, sein neues Kabinett vorgestellt. In den wichtigsten Ressorts blieben die Minister unverändert. Das Parlament verweigerte seine Zustimmung unter anderem dem früheren anti-sowjetischen Guerillakommandeur Ismail Chan. Auch Husn Bano Ghasanfar, die als die einzige Frau im Kabinett das Familienministerium leiten sollte, wurde abgelehnt. Angenommen wurden die Kandidaten für das Verteidigungs-, Innen- und Finanzministerium.

Experten zufolge zeigt die Ablehnung durch das Parlament, dass Karsai Probleme hat, qualifizierte Personen für die Ministerposten zu rekrutieren.Die Bestätigung Karsais im Amt war von Vorwürfen des Wahlbetrugs und Unregelmäßigkeiten überschattet. Der Westen drängte den Politiker, sich einer Stichwahl zu stellen, aus der sich aber Oppositionsführer Abdullah Abdullah zurückzog.

Kommentare (2)

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aruba

02.01.2010, 21:11 Uhr

Guten Tag,......Ohrfeige ? Der Kerl verdient etwas ganz Anderes ! besten Dank

Realist

02.01.2010, 21:15 Uhr

@ aruba

Gut, dass Sie wissen, was er verdient! Schade, dass Sie es hier nicht erwähnen!

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