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23.10.2012

03:53 Uhr

Afghanistan

Bundeswehr nimmt Talibanführer fest

Er sei nach Einschätzung der Bundeswehr mitverantwortlich für einen Angriff auf drei Bundeswehr-Soldaten: Der Top-Taliban Mullah Abdul Rahman. Jetzt wurde er vom "Kommando Spezialkräfte" der Bundeswehr festgenommen.

Einsatzkräfte der Bundeswehreinheit Kommando Spezialkräfte (KSK). dpa

Einsatzkräfte der Bundeswehreinheit Kommando Spezialkräfte (KSK).

BerlinDas "Kommando Spezialkräfte" (KSK) der Bundeswehr hat einem Medienbericht zufolge einen der meistgesuchten Talibanführer Nord-Afghanistans festgenommen. Dabei handele es sich offenbar um den von den radikalen Islamisten eingesetzten "Schatten-Gouverneur" der Provinz Kundus, Mullah Abdul Rahman, berichtete die "Bild"-Zeitung (Dienstagausgabe) vorab.

Der Top-Taliban sei nach Einschätzung der Bundeswehr mitverantwortlich für einen Angriff auf drei Bundeswehr-Soldaten, die am Karfreitag 2010 in einem Hinterhalt getötet wurden. Zudem soll der Taliban 2009 die Entführung von zwei Tanklastern angeordnet haben. Die Bundeswehr ließ diese damals bombardieren. Dutzende Zivilisten kamen ums Leben, was den früheren Verteidigungsminister Franz Josef Jung das Amt kostete.

Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr sagte der Zeitung, der Zugriff habe nach hiesigem Kenntnisstand stattgefunden. "Die von afghanischen Kräften geführte Operation wurde von weiteren ISAF-Kräften - darunter auch deutsche - begleitet." Der verteidigungspolitische Sprecher der Union, Ernst-Reinhard Beck, sagte der "Bild", einer der gefährlichsten Taliban-Führer sei gefasst worden. Die Präsenz der Spezialkräfte zeige nachhaltige Wirkung.

Der Zugriff erfolgte dem Blatt zufolge am Freitagabend. KSK-Soldaten und afghanische Spezialkräfte hätten den Taliban nahe der Ortschaft Ghundai Kalai in der Provinz Kundus festgenommen, wo ein Treffen ranghoher Führer der Extremisten stattfand. Mullah Abdul Rahman sei den Behörden übergeben worden.

Das deutsche Afghanistan-Mandat läuft bis Januar. Momentan sind in Afghanistan und dem Nachschub-Drehkreuz Usbekistan rund 4500 Bundeswehr-Soldaten im Einsatz.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

23.10.2012, 09:19 Uhr

Der Talibanese beantragt sicherlich jetzt politisches Asyl und bekommt demnächst eine schicke Sozialwohnung in Neukölln.

Aufwachen

23.10.2012, 10:57 Uhr

Super Leistung… wenn ich das schon lese, „sei nach Einschätzungen mitverantwortlich…“ aus welchen Quellen stammen diese brillanten Informationen?
Vielleicht aus den Quellen, die uns dann bald erzählen, dass jetzt auch die Taliban bei uns in Deutschland Anschläge verüben werden. Um uns vor diesen seltsamen Anschlägen zu BESCHÜTZEN, brauchen wir den totalen ÜBERWACHUNGSSTAAT, der auch prompt errichtet wird.
Hier wird die Bundeswehr benutzt um Interessen anderer durchzusetzen. Und Deutschland bückt sich ganz tief um bei diesem dreckigen Spiel mitzumachen. Diese Schmierenkomödie widert mich an.
Ich würde wetten, dass 95 % aller Kriege die es gab und noch geben wird, auf Geostrategischen Interessen beruht. Hier geht es darum sich Rohstoffe und Ressourcen zu sichern, (die einem nicht zustehen) und sich für die Zukunft so aufzustellen (vorrangig militärisch) um die nächsten Interessen gewaltsam durchzusetzen.
In den wenigsten Fällen geht es darum die Bevölkerung einzelner Länder von Ihren angeblichen Tyrannen zu befreien, oder Scheindemokratien aufzubauen. Wer diesen Unsinn immer noch glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen.
Armes Deutschland, arme Soldaten, die für wertloses bedrucktes Papier ihr Leben geben, arme Zivilbevölkerung in den Überfallenen Ländern… wann hat diese Ungerechtigkeit ein Ende?

Wenn wir nach der WHO um 90% der Bevölkerung dezimiert worden sind vielleicht?

Ich schäme mich für die Menschliche Rasse.

Peter

23.10.2012, 13:04 Uhr

Was ist denn das für eine KSK-Gruppe, die solche Massenmörder festnimmt und nicht liquidiert? Und dann auch noch den örtliche Behörden übergibt. Der ist doch morgen wieder "geflohen".

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