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13.09.2013

23:43 Uhr

Afghanistan

Extremisten greifen US-Konsulat an

Taliban-Kämpfer haben eine Autobombe in der Nähe des US-Konsulats in der westafghanischen Stadt Herat gezündet und sich ein Feuergefecht mit Sicherheitskräften geliefert. Mehrere Menschen kamen ums Leben.

Drei Tote bei Angriff auf US-Konsulat in Afghanistan

Video: Drei Tote bei Angriff auf US-Konsulat in Afghanistan

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KabulBei einem Taliban-Angriff in der Nähe des US-Konsulats in der westafghanischen Stadt Herat sind am Freitag elf Menschen getötet worden. Nach Angaben des US-Außenministeriums befanden sich drei Sicherheitskräfte und ein Dolmetscher unter den Toten. Sieben der Angreifer, darunter zwei Selbstmordattentäter, die mit sprengstoffbeladenen Autos auf das Konsulat zugerast waren, seien ebenfalls getötet worden, hieß es von der afghanischen Polizei. Mindestens 17 Menschen wurden verletzt.

Die US-Botschaft in Kabul teilte mit, alle Konsulatsmitarbeiter seien in Sicherheit. Den Angreifern sei es nicht gelungen, in das Gelände einzudringen. Ein Sprecher der Taliban, Kari Jussef Ahmadi, übernahm im Namen seiner Gruppe die Verantwortung für den Angriff.

Wie das US-Außenministerium mitteilte, fuhr am Freitagmorgen ein Lkw vor das Eingangstor der Einrichtung. Aus dem Lastwagen sprangen demnach mehrere Angreifer, die mit Panzerfäusten und Sturmgewehren bewaffnet gewesen sein sollen. Anschließend habe es ein Feuergefecht zwischen den Extremisten und Sicherheitskräften gegeben. Kurz darauf sei der mit Sprengstoff beladene Lkw explodiert.

Nach Angaben des Gouverneurs der gleichnamigen Provinz, Sajed Faslullah Wahidi, wurde die Autobombe am Morgen 60 Meter von dem US-Konsulat entfernt gezündet. Bewaffnete hätten das Feuer auf Sicherheitskräfte in dem Gebiet eröffnet. Nach einer Stunde sei die Lage unter Kontrolle gewesen, sagte Polizeichef Rahmatulah Safi.

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Herat nahe der Grenze zum Iran gilt als eine der stabileren Städte Afghanistans. Seit zwölf Jahren kämpfen die radikalislamischen Taliban in dem Land gegen die US-geführten internationalen Truppen und gegen die Zentralregierung in Kabul.

Kommentare (6)

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13.09.2013, 09:24 Uhr

Ist es nicht schön, wie die Amerikaner in jedem Land, das sie in den letzten 12 Jahren überfallen und zusammengebombt haben, Demokratie und Frieden zurücklassen? Und dankbare Eingeborene!

Weiter bomben! Als nächstes muß Syrien zusammengeschlagen und die Islamisten an die Macht gebombt werden. Al-Kaida-Chef "Obama bin President" garantiert dann für die Menschenrechte!

neusprech

13.09.2013, 10:42 Uhr

Da "Extremisten"..........dort "Rebellen"?
Wie denn.....was denn?

observer

13.09.2013, 10:55 Uhr

selbst die (wahre) US-Elite wehrt sich gegen diese abscheulichen Kriegsverbrecher.



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Petraeus als Kriegsverbrecher beschimpft
Donnerstag, 12. September 2013 , von Freeman um 16:00

Der ehemalige Viersternegeneral David Petraeus, Oberbefehlshaber der US-Streikräfte im Irak und in Afghanistan und Kommandeur der ISAF in Afghanistan, sowie nach Austritt aus der US Army, Direktor der CIA, wurde von Studenten der Universität von New York (CUNY) aufs übelste beschimpft.

Auf dem Weg zu seiner Vorlesung an der Uni nannten die Student ihn ein "Stück Scheisse", "Faschisten", "abscheulichen Imperialisten" und einen "Kriegsverbrecher". Eine Frau konfrontierte ihn mit den Worten: "Du bist voller Blut, ich kann es riechen". Im Chor riefen sie noch "Petraeus raus aus der CUNY".


Petraeus (60), der von 2002 an die Angriffskriege gegen Afghanistan und Irak an oberster Stelle geleitet hat sowie die Besatzung und für den Tod von fast 2 Million Iraker und Afghanen verantwortlich ist, lehrt seit Semesterbeginn wöchenlich an der CUNY als Gastprofessor den Kurs mit dem Titel: "Sind wir am Anfang der Nordamerikanischen Dekade"

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