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04.06.2017

10:29 Uhr

Afghanistan

Gabriel fordert Friedensgespräche mit Taliban

Außenminister Gabriel plädiert für Verhandlungen mit den Taliban in Afghanistan. Das Engagement Deutschlands sei dabei von großer Bedeutung. Die Islamisten hatten in jüngster Zeit wieder schwere Anschläge verübt.

„Wir sind daran beteiligt, eine politische Lösung zwischen den verfeindeten Parteien in Afghanistan zu finden.“ dpa

Außenminister Gabriel

„Wir sind daran beteiligt, eine politische Lösung zwischen den verfeindeten Parteien in Afghanistan zu finden.“

BerlinIm Ringen um einen Frieden in Afghanistan setzt sich Bundesaußenminister Sigmar Gabriel für Verhandlungen mit den radikal-islamischen Taliban ein. „Frieden schließt man nicht mit Freunden, sondern mit Feinden“, sagte Gabriel der „Bild am Sonntag“. Für einen Friedensschluss müsse auch mit den Taliban verhandelt werden. „Wir sind daran beteiligt, eine politische Lösung zwischen den verfeindeten Parteien in Afghanistan zu finden.“ Zugleich betonte Gabriel die Bedeutung des deutschen Engagements. „Die Afghanen sagen uns: Bitte zieht nicht ab, weil die Lage dann schlechter wird“, sagte der SPD-Politiker. Dabei sei nicht nur der militärische Aspekt wichtig, sondern auch das Engagement in Politik und Entwicklungsarbeit.

Die Taliban verüben in Afghanistan immer wieder Anschläge. Für die jüngste Attacke im Diplomatenviertel von Kabul wiesen sie die Verantwortung jedoch zurück. Dabei waren nahe der deutschen Botschaft mehr als 80 Menschen getötet worden. Seit dem Abzug der meisten internationalen Soldaten Ende 2014 hat die Gewalt in Afghanistan wieder zugenommen. Dort sind nach US-Schätzungen mehr als 40 Prozent des Landes unter der Kontrolle oder dem Einfluss der Taliban.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Günther Schemutat

05.06.2017, 08:44 Uhr

Das Gabriel Friedensgespräche mit den Taliban führen will, zeigt wie wichtig es ist , dass Gabriel von der politischen Bühne verschwindet. Das er vergessen hat das
nach den Anschlägen 2001 die Amerikaner uneingeschränkten Einsatz von Deutschen Soldaten gefordert haben , was Schröder dann umgedreht hatte. Was
wir wir gesehen haben zu vielen Toten Deutschen Soldaten geführt hatte. Friedensgespräche wären ein Hohn an die vielen Toten überhaupt.

Andere Organisationen wie der IS würden sehen , irgendwann kommt der Westen und bettelt um Frieden.

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