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06.12.2011

08:45 Uhr

Afghanistan

Geheimdienst in Anschlag verwickelt

Der afghanische Geheimdienst NDS hat nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung offenbar mit den Aufständischen kooperiert - die hatten im Juni einen Schützenpanzer der Bundeswehr in Nordafghanistan in die Luft gesprengt.

Eine Straße in Baghlan im Norden von Kabul, Afghanistan. dapd

Eine Straße in Baghlan im Norden von Kabul, Afghanistan.

BerlinBei dem Anschlag in Baghlan waren ein deutscher Soldat getötet und fünf weitere verletzt worden. Wie es unter Berufung auf einen als geheim eingestuften Ermittlungsbericht der Bundeswehr heißt, sei der Anschlag nach Angaben mehrerer zuverlässiger Quellen „von der Gruppe des Qari Naim geplant und durchgeführt“ worden. „Mehrere Berichte zeigen, dass der NDS Verbindungen zu den Aufständischen .. hat“, zitiert „Bild“ weiter aus dem Bericht.

Bei Qari Naim soll es sich um einen Kommandeur der Aufständischen in der Region Baghlan handeln. Schon Monate vor dem Abschlag auf den Schützenpanzer sei Bundeswehr und Verteidigungsministerium bekanntgewesen, dass der afghanische Geheimdienst den Terroristen unterstützte. In einem vertraulich eingestuften Bericht der Bundeswehr vom Dezember 2010 heiße es: „Der amtierende Chef des NDS des Distrikts Baghlan steht unter Verdacht, Familienangehörige, die dem Aufständischen-Netzwerk um Qari Naim zuzuordnen sind, mit Waffen und Munition zu unterstützen ... Aufgrund dieser familiären Verhältnisse werden die Aufständischen ... durch den NDS nicht strafrechtlich verfolgt oder verhaftet.“

„Bild“ zufolge hat die Bundeswehr eine Zusammenarbeit zwischen den Aufständischen und dem afghanischen Geheimdienst stets bestritten. Das Verhältnis der Bundeswehr zum NDS sei „sehr vertrauensvoll“, habe Brigadegeneral Dirk Backen im vergangenen Juni gesagt. Backen war damals amtierender Kommandeur der deutschen Truppen in Afghanistan.

Von

dpa

Kommentare (1)

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KFR

06.12.2011, 09:04 Uhr

... und Waffen und Sprengstoff wurden dann mit/aus deutschen Subventionsgeldern beschafft ?? So blöd kann man doch eigentlich nicht sein, dachte ich ( bis zu den aktuellen PR-Kapagnen ).

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