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27.11.2011

16:56 Uhr

Afghanistan

Karsai gibt Regionen für Selbstverwaltung frei

Historischer Moment in Afghanistan: Präsident Karsai hat mehrere Regionen benannt, in denen bis spätestens 2014 die eigenen Streitkräfte die Kontrolle übernehmen sollen. Wie sicher diese Strategie ist, bleibt abzuwarten.

Der afghanische Präsident erhebt schwere Vorwürfe gegen internationale Truppen. AFP

Der afghanische Präsident erhebt schwere Vorwürfe gegen internationale Truppen.

KabulDer afghanische Präsident Hamid Karsai hat die zweite Gruppe von Gebieten benannt, in denen afghanische Kräfte die Sicherheitsverantwortung von den internationalen Truppen übernehmen sollen. Betroffen sind sechs Provinzen, sieben Provinzhauptstädte und mehr als 40 Bezirke, wie Karsai am Sonntag in einer in Kabul veröffentlichten Erklärung mitteilte.

In den Provinzen Balch, Daikundi, Kabul, Tachar, Samangan und Nimros sollen die afghanischen Streitkräfte nun die volle Verantwortung übernehmen. Balch und Samangan liegen im Verantwortungsbereich der Bundeswehr im Norden des Landes. Die zu übergebenden Städte sind Dschalalabad, Ghasni, Maidan Schar, Faisabad, Schaghscharan, Schibirghan und Kalai-i-Naw. In Faisabad in der Provinz Badachschan betreibt die Bundeswehr ein Feldlager.

Bis Ende 2014 sollen die Afghanen schrittweise die gesamte Sicherheitsverantwortung für ihr Land übernehmen, bis dahin sollen auch alle NATO-Kampftruppen das Land verlassen haben. Bis Ende dieses Jahres sollen bereits insgesamt 33.000 US-Soldaten das Land verlassen. Auch mehrere anderer westliche Staaten haben mit der Reduzierung ihrer Truppen begonnen.

Die ersten Phase der Übergabe an die afghanischen Truppen hatte im Juli begonnen. Damals waren drei Provinzen und vier Städte übergeben worden, die als vergleichsweise sicher galten. Darunter war auch Masar-i-Scharif, die Provinzhauptstadt von Balch, wo sich das größte Bundeswehrfeldlager in Afghanistan befindet. Mit der nun bekanntgegebenen zweiten Phase erfasse der Übergabeprozess nun mehr als Hälfte der afghanischen Bevölkerung, erklärte Karsais Büro.

Von

afp

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