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31.05.2011

14:27 Uhr

Afghanistan

Karsai verbietet Nato Luftangriffe

Nach dem Tod von zahlreichen Zivilpersonen will der afghanische Präsident Hamid Karsai der Nato weitere Luftangriffe auf Wohnhäuser verbieten. Die Militärallianz verspricht nun eine noch engere Absprache mit Karsai.

Der afghanische Präsident Hamid Karzai während einer Pressekonferenz. Quelle: dpa

Der afghanische Präsident Hamid Karzai während einer Pressekonferenz.

KabulDie Luftangriffe hätten in der Vergangenheit zu vielen Zivilpersonen das Leben gekostet, erklärte Karsai am Dienstag. Der jüngste Luftangriff, bei dem eine Gruppe von Frauen und Kindern getötet wurde, sei der letzte gewesen.

„Von diesem Moment an sind Luftangriffe auf die Häuser von Menschen nicht mehr erlaubt“, sagte Karsai vor Journalisten in Kabul. Der Präsident hatte bereits am Vortag den jüngsten Angriff scharf kritisiert und von einer „letzten Warnung“ an die Nato und die US-Streitkräfte gesprochen.

Bei dem Luftangriff im Südwesten Afghanistans waren am Samstag nach afghanischen Angaben 14 Frauen und Kinder getötet worden. Die NATO hatte sich am Montag dafür entschuldigt. Sie erklärte, es seien nie Häuser ohne Koordination mit der Regierung und deren Genehmigung angegriffen worden. Man werde in den kommenden Tagen und Wochen alle Einsätze mit Präsident Karsai absprechen, um seinen Intentionen zu entsprechen.

Unklar ist, ob Karsai der Nato überhaupt Luftangriffe untersagen kann. Die NATO und die amerikanischen Truppen agieren in Afghanistan unter einem UN-Mandat. Die Verhandlungen zwischen der afghanischen Regierung und den USA über die weitere Stationierung sind zuletzt immer schwieriger geworden. Karsai will strikte Regeln für die Einsätze der US-Soldaten.

Kommentare (3)

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Kollateralschaden

31.05.2011, 15:02 Uhr

was hat den dieser Wahlfälscher und Hardcoremoslem überhaupt zu sagen ?

Account gelöscht!

31.05.2011, 18:58 Uhr

letzten Warnung“ an die Nato und die US-Streitkräfte gesprochen.
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Also ich finde, dies ist jetzt die Gelegenheit, diesen völlig unsinnigen Krieg zu beenden.
Truppen nach Hause und gut ist es.
Die Russen haben es schon nicht geschafft, dort halbwegs normale Verhältnisse zu installieren, die Wesdtmächte werden es auch nicht schaffen.
Sollen die Leute in ihrem 500 Jahre-Islam weiterleben oder sich endlich selbst helfen.
Dieser Krieg war von Anfang an völlig unmöglich und unnötig.
Nur müßte man all diesen Ländern klar machen, Flüchtlinge werden im Westen nicht aufgenommen, wenn das denen allen klar ist, dann fangen sie auch an, sich selber gegen ihre altertümlichen Regime aufzulehnen.

Koboldo

31.05.2011, 22:00 Uhr

Dieser Heuchler Karsai muss den Mund nicht so voll nehmen! Wieviele Zivilisten sind denn durch die Taliban schon ums Leben gekommen?! Aber nachdem Karsai ja schon den Wunsch geäußert hat, dass die Truppen das Land verlassen sollen, wäre es sinnvoll, diesem Wunsch umgehend zu entsprechen. Dieses sich im Mittelalter befindliche Land wird niemals mit Waffengewalt befriedet werden können. Jedes Soldatenopfer und jeder Euro, der dort investiert wird, ist sinnlose Vergeudung! Und wer behauptet, dass unsere Freiheit am Hindukusch verteidigt werden muss, leidet vermutlich an Größenwahn.
Im übrigen bin ich dafür, dass unser Asylrecht geändert wird. Es war sicher nicht im Sinne der verfassungsgebenden Organe, dass Leute aus dem hintersten Winkel unserer Erde, potenzielle Aufnahmeländer umschiffend und überfliegend, bei uns Asyl gewährt werden muss.

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