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09.03.2011

16:36 Uhr

Afghanistan-Krieg

US-General Petraeus sieht deutliche Fortschritte

Der Kommandeur der Internationalen Afghanistan-Schutztruppe Isaf, US-General David Petraeus, sieht klare Fortschritte im Afghanistan-Krieg. Mit dem Tempo ist der General allerdings nicht zufrieden.

David Petraeus: Der Isaf-Kommandeur will die Fortschritte der letzten Monate noch ausbauen. Quelle: dapd

David Petraeus: Der Isaf-Kommandeur will die Fortschritte der letzten Monate noch ausbauen.

WashingtonUS- und Nato-Streitkräfte hätten nicht nur im Süden des Landes Erfolge gegen die radikalislamischen Taliban erzielt, sondern auch rund um die Hauptstadt Kabul, sagte Petraeus der „New York Times“ vom Mittwoch. „Der Vorwärtsdrang der Taliban ist in vielen Teilen des Landes zum Stillstand gekommen.“ In einigen wichtigen Gegenden seien sie zurückgedrängt worden. 

Seit Petraeus vor acht Monaten das Kommando über die alliierten Truppen in Afghanistan übernahm, hat sich dem Bericht zufolge das Tempo der Operationen enorm erhöht. In den drei Monaten vor dem 4. März habe es mehr als 1.600 Einsätze gegeben, also im Schnitt 18 pro Nacht. Den Worten des Generals zufolge wurden dabei fast 3.000 militante Kämpfer getötet oder gefangen genommen.

„Die Taliban standen noch nie unter dem Druck, den sie während der vergangenen acht oder zehn Monate erlebt haben“, sagte Petraeus, der in der kommenden Woche zum ersten Mal, seit er das Kommando übernahm, vor dem US-Kongress Rede und Antwort stehen soll.

Der General zeigte sich jedoch mit dem Tempo der Fortschritte nicht zufrieden, Erfolge gebe es nicht auf breiter Front. Schwierig bleibe, Taliban-Kämpfer zur Teilnahme an einem Programm zur Wiedereingliederung in das Zivilleben zu bewegen. Nur schwer voran komme zudem der Plan, auf dem Land tausende lokale Polizeikräfte zu stationieren, um den Widerstand gegen die Taliban zu mobilisieren.

Petraeus kündigte an, die Fortschritte der vergangenen Monate während einer geplanten Frühjahrsoffensive sichern und ausbauen zu wollen. Die Taliban würden hingegen versuchen, verlorenes Terrain zurückzuerobern, sagte der General. Allerdings sei es den alliierten Streitkräften oft gelungen, militärische Infrastruktur der radikalen Islamisten, die über Jahre aufgebaut worden sei, zu zerstören

Von

dpa

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