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21.01.2014

13:25 Uhr

Afghanistan

Mehr als 60 Minenräumer verschleppt

In der afghanischen Provinz Herat war es bislang vergleichsweise ruhig. In den vergangenen Monaten hat sich die Sicherheitslage allerdings deutlich verschlechtert. Nun wurden mehr als 60 Minenräumer entführt.

Die Einheimischen sollten in der Provinz Herat Panzer-Minen aus der sowjetischen Besatzungszeit beseitigen. Dort liegen noch unzählige solcher Minen vergraben. ap

Die Einheimischen sollten in der Provinz Herat Panzer-Minen aus der sowjetischen Besatzungszeit beseitigen. Dort liegen noch unzählige solcher Minen vergraben.

KabulIn Afghanistan sind am Dienstag mehr als 60 Minenräumer von Unbekannten entführt worden. Die einheimischen Mitarbeiter des Halo Trust sollten in der Provinz Herat Panzer-Minen aus der sowjetischen Besatzungszeit in den 1980er Jahren beseitigen, sagte Farid Homajun von der britischen Organisation der Nachrichtenagentur Reuters.

Bei ihrer Ankunft im Bezirk Paschtun Sarghun hätten Bewaffnete sie jedoch gezwungen, in Autos zu steigen. Vor einem nahe gelegenen Dorf aus seien sie dann zu Fuß in die Berge gebracht worden. Einige Minenräumer hätten entkommen können. Die örtliche Ratsversammlung habe Verhandlungen über ihre Freilassung aufgenommen.

Herat liegt an der Grenze zum Iran. In der Provinz war es bislang vergleichsweise ruhig, allerdings hat sich die Sicherheitslage in den vergangenen Monaten deutlich verschlechtert. Entführt werden in der Regel eher reiche Geschäftsleute und ihre Angehörigen. Im April hatten die radikal-islamischen Taliban in Kandahar eine Gruppe von Minenräumern verschleppt und nach einer Woche wieder freigelassen. In Afghanistan liegen noch unzählige Landminen aus der zehnjährigen sowjetischen Besatzungszeit vergraben.

Von

rtr

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