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03.04.2017

12:50 Uhr

Afghanistan

Mehr Spezialkräfte im Kampf gegen die Taliban

Afghanistan will im Kampf gegen die Taliban seine Spezialkräfte verdoppeln. Die Eliteeinheiten bestreiten fast die Hälfte der Kämpfe. US-Generäle forderten bereits mehr internationale Soldaten für das Land.

Die Taliban setzen die afghanischen Streitkräfte immer weiter unter Druck. Allein 2016 starben laut US-Militär fast 7000 Soldaten und Polizisten. Zu sehen sind neue Rekruten, die für das afghanische Spezialmilitär außerhalb von Kabul ausgebildet werden. Reuters, Sascha Rheker

Spezialmilitär

Die Taliban setzen die afghanischen Streitkräfte immer weiter unter Druck. Allein 2016 starben laut US-Militär fast 7000 Soldaten und Polizisten. Zu sehen sind neue Rekruten, die für das afghanische Spezialmilitär außerhalb von Kabul ausgebildet werden.

KabulDas afghanische Militär will seine Spezialkräfte verdoppeln, um die radikalislamischen Taliban besser bekämpfen zu können. Das bestätigte am Montag ein Sprecher des Verteidigungsministeriums, General Mohammed Radmanisch. „Wir wollen die Spezialkräfte bis 2020 verdoppeln, so dass wir kompetente Einheiten haben, die den Terrorismus und die Taliban landesweit bekämpfen können“, sagte er in Kabul. Rekrutierung und Training der Soldaten sollten noch in diesem Jahr beginnen.

Zu der aktuellen Stärke der Spezialkräfte wollte Radmanisch keine Auskunft geben. Aus Kreisen deutscher Ausbilder der afghanischen Armee heißt es, die Spezialkräfte machten bisher sieben Prozent der offiziell um die 352.000 Mann starken Truppen aus. Die Eliteeinheiten bestritten aber 40 Prozent aller Gefechte.

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In der afghanischen Südprovinz Helmand wurden mehr als 30 Gefangene der islamistischen Talibankämpfer befreit. Afghanische Soldaten hatte in der Nacht ein Haus im Bezirk Nadali gestürmt.

US-Generäle haben jüngst mehr internationale Soldaten für Afghanistan gefordert, auch um die seit 2014 stark geschrumpfte Trainingsmission der Nato wieder aufstocken zu können. Derzeit trainiert die Nato die afghanischen Partner mangels Personal nur bis zum Korps-Level.

Die Taliban setzen die afghanischen Streitkräfte zunehmend unter Druck. Allein 2016 waren bis November laut US-Militärquellen 6785 Soldaten und Polizisten getötet und weitere 11.777 verletzt worden – ein Vielfaches der Verluste aller internationalen Truppen in Afghanistan in 15 Jahren. Die Regierung kontrolliert derzeit nur noch knapp 60 Prozent des Landes. Die nächste Frühjahrsoffensive der Taliban steht kurz bevor.

Von

dpa

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