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29.06.2013

11:25 Uhr

Afghanistan

Niebel will Rohstoffe sichern

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel strebt eine Partnerschaft mit Afghanistan bei Rohstoffen an. Das Land verfügt über Bodenschätze, die für die deutsche Industrie wichtig sind.

Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) setzt auf eine Rohstoff-Partnerschaft mit Afghanistan. dapd

Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) setzt auf eine Rohstoff-Partnerschaft mit Afghanistan.

BerlinIn Afghanistan gebe es zum Beispiel Lithium und Seltene Erden, die für einen Industriestandort wie Deutschland relevant seien, sagte Niebel der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagausgabe). Seltene Erden sind für die Technologiebranche unersetzliche Rohstoffe. Sie werden unter anderem bei der Herstellung von Smartphones und Hybrid-Autos benötigt.

Niebel kündigte zudem eine internationale Rohstoffkonferenz an, die sein Ministerium nach der Verabschiedung eines Rohstoffgesetzes durch das afghanische Parlament ausrichten wolle. "Wir versuchen, das zu beschleunigen – unter anderem mit einer Dialogveranstaltung in den nächsten Tagen, an der deutsche Unternehmen und zwei afghanische Minister teilnehmen", sagte der FDP-Politiker. Deutschland hat bereits Rohstoffpartnerschaften mit der Mongolei und Kasachstan geschlossen.

Niebel erwartet, dass sich die Sicherheitslage für zivile Helfer in der Entwicklungszusammenarbeit in Afghanistan nach dem geplanten Abzug der meisten ausländischen Truppen 2014 nicht deutlich verändern wird. Nötig seien Evakuierungsmöglichkeiten für den Notfall. „Die Bundeswehr kann das, es müsste aber Bestandteil des militärischen Operationsplans sein“, sagte der Minister. „Es wäre uns natürlich am liebsten, wenn es deutsche Evakuierungskräfte gäbe.“

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

29.06.2013, 11:41 Uhr

Die wichtige frage ist, "wie wird sichergestellt das der Durschnittliche Afghani was davon hat?"

icke79

29.06.2013, 11:43 Uhr

Nicht zu vergessen der Mittelstand in Afghanistan, mit all seinen Teppichen....

Tabu

29.06.2013, 12:13 Uhr

Omarius
Die wichtige frage ist, "wie wird sichergestellt das der Durchnittliche Afghani was davon hat?"
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Dem läßt man seine Mohnfelder und sichert die
Transportwege Richtung West.

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