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09.07.2012

01:51 Uhr

Afghanistan

Sieben NATO-Soldaten getötet

Bei den schwersten Anschlägen seit Monaten sind am Sonntag im Süden Afghanistans sieben NATO-Soldaten getötet worden. In Tokio hatte die internationale Geberkonferenz dem Land am Wochenende Milliarden zugesagt.

Ein Soldat der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe in Afghanistan. AFP

Ein Soldat der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe in Afghanistan.

KabulIm Süden Afghanistans sind am Sonntag sieben Nato-Soldaten sowie 28 Zivilisten und Polizisten getötet worden. Sechs Mitglieder der Isaf-Schutzgruppe kamen bei der Detonation einer Bombe an einer Straße ums Leben, wie das Militärbündnis mitteilte. Kurz zuvor sei ein Soldat beim Angriff eines Aufständischen im Süden des Landes getötet worden. Die Nato nannte keine Details und machte keine Angaben zur Nationalität der Toten. Laut Taliban waren unter den sechs Soldaten vier Amerikaner, die in der Provinz Logar stationiert waren. Zudem wurden nach Behördenangaben 28 Zivilisten und Polizisten in den Provinzen Kandahar und Helmand bei einer Serie von Bombenanschlägen getötet.

Die Bundeswehr ist derzeit mit gut 4800 Soldaten vor allem im Norden Afghanistans im Einsatz. Bis 2014 sollen die meisten ausländischen Soldaten Afghanistan verlassen.

An dem Tag mit den schwersten Anschlägen seit Monaten fand in Tokio die Geberkonferenz für Afghanistan statt. Die internationale Gemeinschaft sagte dem Land insgesamt 16 Milliarden Dollar für die kommenden vier Jahre zu.

In einer weiteren Mitteilung verurteilte der Kommandeur der NATO-geführten Isaf-Truppe, John Allen, am Sonntag die öffentliche Hinrichtung einer Frau in der Provinz Parwan. "Um es deutlich zu sagen, das war keine Justiz, das war Mord", sagte Allen. Der Kommandeur warf den Taliban vor, ihre Gewalt gegen Zivilisten, insbesondere gegen Frauen fortzusetzen. Die ISAF stehe aber bereit, um der örtlichen Polizei bei den Ermittlungen zur Seite zu stehen und die Verantwortlichen zu Rechenschaft zu ziehen, sagte Allen weiter.

Kommentare (1)

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21.07.2012, 18:44 Uhr

In der Tat, es ist absolut unverständlich warum auch wir
Afghanistan mit Karsai an der Spitze mit viel Geld, das wir sowieso nicht mehr haben, unterstützen müssen. Karsai macht morgen mit den Taliban eine Übereinkunft, wobei Rechte von Frauen etc. keine Rolle spielen werden.

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