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30.04.2013

09:25 Uhr

Afghanistan

Sieben Tote bei Flugzeugabsturz

Sieben Menschen sind beim Absturz eines zivilen Frachtflugzeugs in Afghanistan gestorben. Medienberichten zufolge waren es Amerikaner. Die Absturzursache ist noch nicht geklärt. Die Taliban schreiben sich die Tat zu.

Soldaten der US-Armee. In Afghanistan ist vermutlich ein Frachtflugzeug abgeschossen worden. ap

Soldaten der US-Armee. In Afghanistan ist vermutlich ein Frachtflugzeug abgeschossen worden.

KabulBeim Absturz eines zivilen Frachtflugzeuges kurz nach dem Start vom US-Luftwaffenstützpunkt Bagram im Osten Afghanistans sind sieben Menschen ums Leben gekommen. Alle Zivilisten an Bord der Maschine seien bei dem Unglück am Montag umgekommen, sagte ein Sprecher der Internationalen Schutztruppe Isaf am Dienstag. „Die Ursache für den Absturz wurde noch nicht bestimmt, wir ermitteln derzeit.“

Die Taliban hatten mitgeteilt, sie hätten das Flugzeug im Rahmen ihrer am Sonntag begonnenen „Frühjahrsoffensive“ abgeschossen. Der Sprecher machte keine Angaben zur Nationalität der Verstorbenen; örtliche Medien berichteten, es handle sich um US-Staatsbürger.

Chronologie: Tödliche Zwischenfälle in Afghanistan

Unbeliebte Besatzer

Bereits vor dem Massaker eines US-Soldaten an 16 afghanischen Zivilisten hat es in dem Land am Hindukusch mehrere Übergriffe von Angehörigen der amerikanischen Truppen gegeben. Auch Aktionen wie Koranverbrennungen lösten gewalttätige Proteste aus.

20. Februar 2012

Soldaten in der US-Basis Bagram bringen Ausgaben des Korans versehentlich zur Entsorgung zu einer Verbrennungsanlage. Muslimen gilt jede Schändung des Korans als Todsünde. Trotz einer Entschuldigung von Präsident Barack Obama führt die Koranverbrennung zu schweren Ausschreitungen mit zahlreichen Toten.

11. Januar 2012

Im Internet taucht ein Video auf, das angeblich US-Soldaten zeigt, die auf getötete Taliban urinieren. Der Vorfall sorgt international für Empörung und belastet die amerikanisch- afghanischen Beziehungen. US-Verteidigungsminister Leon Panetta verurteilt die Leichenschändung und ordnet eine Untersuchung an.

23. März 2011

Ein US-Soldat wird von einem amerikanischen Militärrichter zu 24 Jahren Haft verurteilt. Der Stabsgefreite hatte zugegeben, zusammen mit mehreren Kameraden gezielt drei unbewaffnete Zivilisten in Afghanistan umgebracht zu haben. Dem fünfköpfigen „Killkommando“ wird nicht nur angelastet, aus purer Mordlust getötet zu haben: Sie sollen auch Körperteile ihrer Opfer wie Finger als Trophäen mitgenommen haben.

20. März 2011

In der Gemeinde des umstrittenen Pastors Terry Jones in Gainesville (US-Staat Florida) findet eine Koranverbrennung statt. Wenige Tage später stürmen aufgebrachte Menschen im afghanischen Masar-i-Scharif ein Büro der Vereinten Nationen und töten sieben Ausländer. Bei Ausschreitungen kommen in den folgenden Tagen in Afghanistan mindestens 23 Menschen ums Leben.

4. Mai 2009

Bei einem US-Luftangriff in der südwestafghanischen Provinz Farah kommen auch zahlreiche Zivilisten ums Leben. Das US-Militär hatte den Taliban vorgeworfen, diese als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen. Nach einer Untersuchung der afghanischen Regierung wurden 140 Zivilisten getötet.

Die internationalen Truppen in Afghanistan verfügen über eigene Frachtflugzeuge, mieten aber regelmäßig Kapazitäten von zivilen Firmen dazu. Das gilt besonders für den laufenden Abzug von Truppen und Material. Die meisten ausländischen Soldaten sollen Afghanistan bis Ende 2014 verlassen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Mintkatze

05.05.2013, 18:51 Uhr

Zu diesem Flugzeug-Absturzt in Afghanistan gibt es neue Details.Inzwischen ist der Name des Kapitäns dieser Maschine bekannt: ein blutjunger Pilot namens Brad Hasler. Er soll gerade zwei Wochen frisch verheiratet gewesen sein und hinterlässt seine Ehefrau Robin sowie eine weitere klein Tochter mit Namen Sloan. Er soll seine Frau sogar noch kurz vor diesem grausamen Absturz angerufen haben.

Das zumindest berichtet vol.at:

http://www.vol.at/flugzeugabsturz-in-afghanistan-usa-schicken-experten-nach-bagram/3563826

Tragisch: Kapitän hatte erst geheiratet

Sieben Menschen wurden bei dem Absturz getötet. Besonders tragisch: Brad Hasler (34), der Kapitän der Maschine, hatte erst vor zwei Wochen geheiratet. Kurz vor dem Absturz rief er seine Frau Robin an und sagte, dass er früher nach Hause kommen werde und sich besonders auf seine Mädchen freue. Das Paar hat eine Tochter, die Sloan heißt.

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