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14.03.2011

13:47 Uhr

Afghanistan

Über 35 Tote durch Selbstmordanschlag

In einem Rekrutierungszentrum der afghanischen Armee hat ein Selbstmordattentäter mehrere Menschen umgebracht. Auch Kinder sind unter den Toten.

Ein Polizist kümmert sich gemeinsam mit Sicherheitspersonal um die Leiche eines Mannes, der beim Selbstmordanschlag getötet wurde. Quelle: Reuters

Ein Polizist kümmert sich gemeinsam mit Sicherheitspersonal um die Leiche eines Mannes, der beim Selbstmordanschlag getötet wurde.

Kundus

Ein Selbstmordattentäter hat am Montag in einem Rekrutierungszentrum der Armee in der nordafghanischen Stadt Kundus mindestens 36 Menschen mit in den Tod gerissen. Der Chef des Krankenhauses der Provinz Kundus, Humayun Khamosh, sagte 34 weitere Menschen seien verletzt worden.

Nach Angaben der Provinzregierung waren die meisten Opfer junge Freiwillige, die an dem Rekrutierungszentrum in der Stadtmitte anstanden, um sich für den Dienst in der Armee zu melden. Unter den Toten sind mehrere Kinder. Ein dpa-Reporter berichtete aus dem Krankenhaus, er habe die Leichen von fünf Kindern gesehen. Vier der Toten hätten eine Armeeuniform getragen. Der Reporter sagte weiter, nach der Detonation seien Schüsse zu hören gewesen, die vermutlich von panischen Sicherheitskräften abgegeben worden seien.

Der Angriff ist bereits der dritte große Anschlag in der Region in weniger als einem Monat. In der vergangenen Woche wurde der Polizeichef von Kundus von einem Selbstmordattentäter in den Tod gerissen. Ende Februar starben mindestens 30 Menschen bei einem Anschlag auf ein Regierungsbüro in der Provinz Kundus.

In Afghanistan sind derzeit rund 5000 Bundeswehrsoldaten im Einsatz, die meisten von ihnen sind in Kundus stationiert. Vom jüngsten Angriff seien deutsche Soldaten nicht betroffen, teilte ein Bundeswehr-Sprecher im Feldlager Kundus mit.

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