Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.02.2013

21:15 Uhr

Afghanistan

US-Kräfte sollen Provinz Wardak verlassen

US-Spezialeinheiten sind von der afghanischen Regierung angewiesen worden, eine Provinz östlich von Kabul zu verlassen. Afghanen, die mit den Einheiten zusammenarbeiten, sollen Landsleute misshandelt und getötet haben.

Der Sprecher des afghanischen Präsidenten, Aimal Faizi, verkündet die Entscheidung der Regierung. AP/dpa

Der Sprecher des afghanischen Präsidenten, Aimal Faizi, verkündet die Entscheidung der Regierung.

KabulDie afghanische Regierung hat die US-Spezialeinheiten in der östlich von Kabul gelegenen Provinz Wardak angewiesen, das Gebiet innerhalb von zwei Wochen zu verlassen. Hintergrund sind Vorwürfe, Afghanen, die mit den US-Einheiten zusammenarbeiten, seien für die Misshandlung und Tötung von unschuldigen Landsleuten verantwortlich.

Ein Sprecher von Präsident Hamid Karsai sagte am Sonntag, die Entscheidung sei auf einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates gefallen. Alle Operationen der Spezialkräfte müssten sofort eingestellt werden. Man wolle wissen, mit wem die US-Einheiten bei Spezialkommandos zusammenarbeiteten. Die entsprechenden Personen sollten an die afghanische Seite übergeben werden, damit die Vorwürfe untersucht werden könnten.

In einer ersten Reaktion der US-Streitkräfte hieß es, man nehme alle Vorwürfe von Fehlverhalten ernst. Die Zusammenhänge würden gründlich untersucht. Weitere Aussagen könne man erst nach Gesprächen mit der afghanischen Regierung machen.

Von

ap

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×