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18.06.2011

14:52 Uhr

Afghanistan

USA führen Friedensgespräche mit den Taliban

Afghanistans Präsident Hamid Karsai hat erstmals Friedensverhandlungen zwischen den USA und den Taliban bestätigt. Doch die radikalen Islamisten wollen davon offenbar nichts wissen – und drohen mit weiteren Anschlägen.

Karsai und US-Präsident Obama: Gespräche mit den Taliban. Quelle: dpa

Karsai und US-Präsident Obama: Gespräche mit den Taliban.

KabulDer afghanische Präsident Hamid Karsai hat erstmals Gespräche zwischen den USA und den radikal-islamischen Taliban bestätigt. Die Unterredungen hätten begonnen, sagte Karsai bei einer Jugendkonferenz am Samstag in Kabul. Ausländische Kräfte, vor allem die USA, seien dabei.

Die Taliban, die bis zu ihrem Sturz 2001 das Land mit eiserner Hand regiert hatten, bestritten bisher jegliche Verhandlungen. Sie verlangten als Vorbedingung den Abzug aller ausländischer Truppen.

Der Weltsicherheitsrat hatte zuvor mehr Flexibilität im Umgang mit den Taliban angedeutet. So kündigte er an, dass er in Zukunft getrennte Sanktionslisten für Mitglieder der Terrororganisation Al Kaida und der afghanischen Taliban führen wird.

Sinn der Trennung ist nach Auskunft aus diplomatischen Kreisen, dass sie mehr Flexibilität bei der Streichung von Namen erlaubt. Schließlich verfolgten die Taliban auch andere Ziele als Mitglieder von Al Kaida und beschränkten sich im Gegensatz zu Al Kaida auf Afghanistan und das angrenzende Pakistan.

Die Gewalt geht indes unvermindert weiter. Im Osten Afghanistans sind bei zwei Anschlägen auf Nachschubkolonnen nach Polizeiangaben vier Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes getötet worden. Der Polizeichef der Provinz Ghasni, Mohammed Hussain, sagte, die Anschläge seien am Samstag innerhalb von zwei Stunden auf die Fahrzeuge verübt worden, die unterwegs zu einem polnischen Nato-Stützpunkt gewesen seien. Beiden Opfern handele es sich um Afghanen.

In Kabul griffen vier bewaffnete Männer eine Polizeiwache an, wie das afghanische Innenministerium mitteilte. Ein Selbstmordattentäter habe sich am Tor der Wache in der Altstadt in die Luft gesprengt, um den Weg zu bahnen, sagte ein Sprecher des Ministeriums. „Ein Zweiter wurde von der Polizei erschossen.“ Die anderen beiden Männer hätten sich inzwischen in einem Gebäude verschanzt und lieferten sich ein Feuergefecht mit den Sicherheitskräften. Bislang sei nur der Tod der zwei Angreifer bekannt. Auch fast zehn Jahre nach dem Beginn des Afghanistan-Krieges verüben die radikal-islamischen Taliban zahlreiche Anschläge.

Bei drei Anschlägen auf Nachschubkolonnen im Süden und Westen Afghanistans sind nach Polizeiangaben neun afghanische Wachen getötet und 15 Tanklaster in Brand gesteckt worden. Der Polizeichef der im Osten gelegenen Provinz Ghasni, Mohammed Hussain, sagte, zwei Anschläge seien am Samstag innerhalb von zwei Stunden auf die Fahrzeuge verübt worden, die unterwegs zu einem polnischen NATO-Stützpunkt gewesen seien. Dabei wurden vier afghanische Wachen getötet.

Bereits am Freitag hatten Aufständische einen Treibstofftransport der NATO an der Grenze zwischen den Provinzen Herat und Farah angegriffen. Dabei starben fünf afghanische Wachen. Sieben weitere seien verletzt worden, sagte der örtliche Polizeichef Abdul Raschied. Später hätten die Aufständischen 15 Tanklaster in Brand gesteckt. Der von den NATO-Truppen in Afghanistan benötigte Treibstoff wird zumeist per Lkw von Pakistan aus ins Land transportiert.

Die NATO teilte am Samstag mit, das in der Provinz Ghasni einen Tag zuvor mehrere Aufständische bei Gefechten mit Soldaten des Bündnisses getötet wurden. Polizeichef Hussain zufolge handelte es sich bei den toten Extremisten um acht Pakistaner.

Im Süden des Landes kam am Samstag zudem ein NATO-Soldat bei einem Angriff Aufständischer ums Leben. Insgesamt sind damit seit Jahresbeginn 237 NATO-Soldaten getötet worden.

Von

dapd

Kommentare (4)

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Elektriker_aus_Berlin

18.06.2011, 12:56 Uhr

Ich wage mal eine Prognose in der Gewissheit,daß auch die
Volksgruppe der Afghanen insgesamt alles Trickser sind,und nur den dummen westlichen Politikern Geld aus den
Rippen leiern wollen.
Demnächst wird Afghanistan pleite gehen und braucht noch mehr Geld.
Die weitverzweigte Verwandtschaft der Machtelite dieses Völkchens gründet schon seit ein paar Jahren großzügig ausgestattete afghanische Restaurants überall in Deutschland,fahren dicke Autos und leben auf großem Fuß.Hab ich selbst beobachtet,in Hamburg.
Ein Skandal!
So langsam kommt es mir vor,als ob im Westen die Doofen
regieren,und die mit dem gesunden Menschenverstand arbeiten gehen.

Ockhams_Rasiermesser

18.06.2011, 16:17 Uhr

@Elektriker: Sie, mein Herr, sind einfach nur xenophob. Und dumm.

Elektriker_aus_Berlin

18.06.2011, 18:15 Uhr

Ich nehme an Sie haben sich durch die Angabe meines
Bildungsstandes vorschnell zu einer Meinung hinreissen
lassen.
Informieren Sie sich erst mal umfassend ehe Sie andere
beleidigen.Außerdem stehen Sie mit Ihrer Meinung allein
da.Intellektuelle hören sich zwar meistens gut an,
aber wie es in der Welt zugeht,davon haben sie keine
Ahnung.

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