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03.06.2017

15:54 Uhr

Afghanistan

Zahlreiche Tote nach Anschlag bei Begräbnis

Erneuter Anschlag in Kabul, erneut viele Tote: Drei Detonationen ereigneten sich während einer Trauerfeier, bei der auch hochrangige Regierungsvertreter anwesend waren. Die Hintergründe sind noch unklar.

Der Anschlag ist der dritte schwere Sicherheitsvorfall in der afghanischen Hauptstadt seit Mittwoch. Reuters

Neue Todesopfer Kabul

Der Anschlag ist der dritte schwere Sicherheitsvorfall in der afghanischen Hauptstadt seit Mittwoch.

Kabul Bei drei Bombenexplosionen während eines hochrangig besuchten Begräbnisses in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens 20 Menschen getötet worden. Mindestens 87 weitere Menschen seien mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Wahidullah Madschroh, am Samstag.

Zu den Tätern gab es unmittelbar keine Hinweise. Die radikalislamischen Taliban wiesen in einer Botschaft über einen Whatsapp-Kanal jegliche Beteiligung zurück.

Nach Anschlag in Kabul: Afghanischer Wachmann der deutschen Botschaft gestorben

Nach Anschlag in Kabul

Afghanischer Wachmann der deutschen Botschaft gestorben

Der verheerende Anschlag nahe der deutschen Botschaft in Kabul fordert ein weiteres Todesopfer: Ein zweiter afghanischer Wachmann soll seinen Verletzungen erlegen sein. Bei dem Anschlag starben mehr als 80 Menschen.

Bei dem Begräbnis des Sohnes eines hochrangigen Politikers war auch Regierungsgeschäftsführer Abdullah Abdullah anwesend. Der Sohn war am Freitag während einer Demonstration für mehr Sicherheit im Land getötet worden. Abdullah sei unversehrt, teilte dessen Büro über den Kurznachrichtenforum Twitter mit.

Außenminister Salahuddin Rabbani, der ebenfalls zum Begräbnis erschienen war, schrieb auf seiner Facebook-Seite, auch er sei unverletzt. Wer die Todesopfer sind, blieb zunächst unklar. Der Anschlag ist der dritte schwere Sicherheitsvorfall in der afghanischen Hauptstadt seit Mittwoch. Damit stieg die Zahl der Todesopfer in nur vier Tagen auf mindestens 117.

Erst am Mittwoch waren bei der Explosion einer massiven Lastwagenbombe in unmittelbarer Nähe der deutschen Botschaft mitten im Diplomaten- und Regierungsviertel von Kabul mindestens 90 Menschen getötet und rund 460 weitere verletzt worden. Ein Gebäude der deutschen Botschaft wurde schwer beschädigt, eine deutsche Diplomatin leicht und eine afghanische Mitarbeiterin der Botschaft schwer verletzt. Ein afghanischer Wächter wurde getötet.

Bei emotionalen Demonstrationen für mehr Sicherheit im Land und gegen die Regierung von Präsident Aschraf Ghani und Regierungsgeschäftsführer Abdullah Abdullah waren am Freitag sieben Menschen getötet und sieben weitere verletzt worden.

Von

dpa

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