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23.01.2009

13:20 Uhr

Agrarpolitik

Griechische Bauern blockieren Autoput

Griechische Bauern haben ihren Protest gegen die Agrarpreispolitik ihrer Regierung drastisch ausgeweitet. Sie blockierten den sogenannten Autoput, die wichtigste Straßenverbindung auf dem Balkan. Sie protestieren damit gegen den Verfall der Preise für ihre Produkte.

Griechische Bauern blockierten auch die Grenze zu Bulgarien. Foto: dpa dpa

Griechische Bauern blockierten auch die Grenze zu Bulgarien. Foto: dpa

HB ATHEN Am frühen Morgen besetzten sie erstmals während ihres seit vier Tagen andauernden Protests die Grenzübergänge zu Mazedonien bei Evzonoi- Bogorodica am sogenannten Autoput, über den ein großer Teil des Lastwagenverkehrs von und nach Mitteleuropa läuft. Wie das Staatsradio berichtete, ließen sie dort allerdings von Zeit zu Zeit als Zeichen des „guten Willens“ einige Autos durchfahren. Dagegen blieb die Grenze zur Türkei bei Kipoi-Ipsala durchgehend blockiert.

Die Bauern protestieren gegen den Verfall der Preise für ihre Produkte und fordern staatliche Zuschüsse und Steuererleichterungen. Das Einkommen der Bauern sei in den vergangenen zehn Jahren um etwa 24 Prozent zurückgegangen, erklärte die Bauerngewerkschaft. Ein Hilfspaket der Regierung in Athen in Höhe von 500 Millionen Euro lehnte sie in der Nacht zum Freitag ab. „Es sind nur Krümel, was der Staat uns gibt. Wir werden alles blockieren“, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft. Die konservative Regierung erklärte, dies sei das Äußerste, was sie anbieten könne. „Mehr Geld haben wir nicht“, sagte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums im Rundfunk.

Der Verkehr stand am Morgen an insgesamt 20 wichtigen Verkehrsknotenpunkten auf dem griechischen Festland und der Insel Kreta still. Die Bauern blockierten zudem weiterhin die bulgarisch- griechischen Grenzübergänge Promahon und Exohi. Auch die Nord-Süd- Verkehrsverbindung zwischen Athen und der Hafenstadt Thessaloniki war an mehreren Stellen gesperrt. Autofahrer mussten nach Angaben des Staatsfernsehens zeitaufwendige Umwege über Gebirgsstraßen in Kauf nehmen, um weiterzukommen.

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