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22.06.2015

16:04 Uhr

Ahmed Mansur ist frei

Al-Dschasira-Journalist aus Gewahrsam entlassen

Ahmed Mansur ist frei: Der ägyptische Journalist wurde in Berlin aus dem Gefängnis Moabit entlassen. Er wird nicht an Ägypten ausgeliefert, obwohl er mit einem internationalen Haftbefehl zur Fahndung ausgeschrieben war.

Auf freiem Fuß

Mansur wird nicht nach Ägypten ausgeliefert

Auf freiem Fuß: Mansur wird nicht nach Ägypten ausgeliefert

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BerlinDer prominente arabische Fernsehjournalist Ahmed Mansur kommt nach seiner Festnahme in Berlin wieder frei. Der 52-Jährige wird von Deutschland nicht an Ägypten ausgeliefert. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Justizkreisen. Nach dpa-Informationen entschied die Berliner Generalstaatsanwaltschaft, einem Rechtshilfeersuchen Ägyptens nicht nachzukommen.

Der Journalist des arabischen TV-Senders Al-Dschasira war am Samstag auf dem Flughafen Berlin-Tegel festgenommen worden, als er Deutschland wieder verlassen wollte und saß seitdem im Gewahrsam in der Justizvollzugsanstalt Moabit.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gibt es einen ägyptischen Haftbefehl gegen den Journalisten. Der Bundesregierung zufolge wurde Mansur auf Basis eines über Interpol verbreiteten Fahndungsersuchens festgenommen.

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Mansurs Anwalt Fazli Altin hatte die Vorwürfe der ägyptischen Behörden als unbestimmt kritisiert. Demnach werde Mansur beschuldigt, Unwahrheiten verbreitet zu haben, die die innere Sicherheit Ägyptens gefährdeten. Die Regierung in Kairo betrachtet Al-Dschasira als Unterstützer der in Ägypten mittlerweile verbotenen Muslimbrüder. Der Sender gilt als scharfer Kritiker von Ägyptens Präsident Abdelfattah al-Sisi.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Frau Margrit Steer

22.06.2015, 16:47 Uhr

Das ist eine gute Nachricht.
Ofenbar ist man in Deutschland etwas zu Verstand gekommen

Account gelöscht!

22.06.2015, 17:04 Uhr

In der Tat wendete sich diese Nachrichtenagentur im Laufe der letzten Jahre zum hslboffiziellen Sprachrohr der Islamisten von Mursi bis zum IS, der so alles mordet, was über den Weg läuft.
Verständlich, daß solche Mitarbeiter verdächtig sind, im konkreten falle offenbar sogar dringend verdächtig, sich an Mord und Tatschlag nicht nur propagandistisch zu beteiligen.

Da die deutsche Staatsanwaltschaft politisch weisungsabhängig ist, wird man seitens der politischen Führung im Lande jedenfalls rechtlich in der Lage sein, das anzuweisen, was persönlich-politisch gefällt.
Sich auf diese Weise dem IS und anderen Islamisten gefällig zu zeigen, offenbart den moralischen Verfall in Deutschland.

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