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18.08.2011

06:22 Uhr

Akten vernichtet

US-Börsenaufsicht droht Vertuschungsskandal

VonRolf Benders

Die US-Börsenaufsicht SEC hat nach Aussage eines Angestellten widerrechtlich in großem Stil Dokumente vernichtet. Es fehlen rund 9000 Akten über Vorermittlungen gegen Wall-Street-Banken, darunter die Deutsche Bank.

Das Logo der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC). Quelle: Reuters

Das Logo der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC).

New YorkDie US-Börsenaufsicht SEC droht von einen Skandal in den eigenen Reihen erschüttert zu werden. Darcy Flynn, ein Anwalt der Behörde, wirft dem Amt vor, seit 1993 systematisch und widerrechtlich Unterlagen über Voruntersuchungen vernichtet zuhaben, wenn keine offiziellen Ermittlungen eingeleitet worden waren.

Ein Anwalt des SEC-Angestellten Flynn sagte dem „Wall Street Journal“ am Mittwoch, dabei habe es sich unter anderem um 3000 Untersuchungen gegen Goldman Sachs, die Deutsche Bank und Lehman Brothers gehandelt.

Flynn wirft der Behörde vor, sie hätte diese Unterlagen nach amerikanischem Recht aufbewahren müssen. Die Entscheidung über ihre Vernichtung hätte dem zentralen Archivdienst überlassen werden müssen. Ein Sprecher der Behörde wollte die Vorwürfe gegenüber dem Handelsblatt nicht kommentieren. Nicht jedes Dokument, das in den Besitz des Amtes gelange, müsse auch wirklich dauerhaft aufbewahrt werden, fügte er hinzu.

US-Senator Charles Grassley, an den sich Flynn gewandt hatte, verlangte am Mittwoch in einem Brief Aufklärung von SEC-Chefin Mary Schapiro. „Soweit ich das sehen kann, wirkt es so, als könnte die SEC die Zerstörung von Dokumenten zugelassen haben”, teilte er mit.

Der Generalinspekteur der SEC David Kotz kündigte interne Ermittlungen und einen Bericht bis Ende September an.

Die SEC steht spätestens seit dem Madoff-Skandal öffentlich massiv in der Kritik. Der einstige Wall-Street-Star und Vermögensverwalter Bernard Madoff hatte Kunden über Jahrzehnte um viele Milliarden Dollar betrogen, ohne dass es der SEC bei verschiedenen Betriebsprüfungen aufgefallen wäre. Erst als sein Schneeballsystem Ende 2008 in sich zusammenfiel und Madoff sich selbst stellte, wurde der Betrug öffentlich. Seither muss sich die SEC Vorwürfe gefallen lassen, sie gehe mit den Finanzinstitutionen in New York nicht hart genug ins Gericht.

Kommentare (18)

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vacca

18.08.2011, 02:58 Uhr

Ich möchte mal wissen, in welchen Betrügereien die Deutsche Bank nicht involviert ist. Sie ist wirklich eine der kriminellsten Banken, die ich kenne. Und dann läßt sich Merkel ausgerechnet von Herrn Ackermann "beraten". Sie hat immer noch nicht kapiert, dass der sie jedes Mal total über den Tisch zieht. Ich habe echt eine Wut auf unsere Politiker, die sich von sämtlichen Lobbyisten beraten lassen, immer zum Nachteil für uns Steuerzahler.

hamp

18.08.2011, 07:06 Uhr

vacca...sie weiss es schon..

verstehen sie englisch?..schauen sie das an:

Max Keiser interviews Prof. Bill Black - The man who sent 1,000 banksters to prison

http://www.youtube.com/watch?v=pdWo9Ob2DHc

sehen sie wie das lauft?...kriminelle haben der macht...und keine traut sich das zu ändern weil dann das ganze finanz system zussamen kollabieren wird..lieber nutzen andere kriminelle der verbrechen und der daraus reultierende krise um mehr macht zu kriegen..die EU..

SollundHaben

18.08.2011, 07:39 Uhr

So what?

Na, wieder nichts anderes zu tun als Banken Bashing?

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