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06.01.2015

07:29 Uhr

Aktienmarkt in China

Zwanzig neue Unternehmen dürfen an die Börse

Während chinesische Großkonzerne lieber in New York an die Börse gehen, drängen kleinere Firmen auch im Land selbst auf's Parkett. Um das Angebot zu erhöhen, wurde nun zwanzig neuen Unternehmen ein Börsengang erlaubt.

Die chinesische Wertpapieraufsicht hat zwanzig neuen Unternehmen den Börsengang genehmigt. dpa

Die chinesische Wertpapieraufsicht hat zwanzig neuen Unternehmen den Börsengang genehmigt.

ShanghaiIn China rollt eine neue Welle von Börsengängen an. Die Wertpapieraufsicht teilte mit, sie habe am Montag die Listing-Pläne von zwanzig weiteren Unternehmen genehmigt.

Marktbeobachter erklärten, die neuen Notierungen sollten dem chinesischen Aktienmarkt wohl etwas Abkühlung bringen. Der CSI300-Index mit den größten Firmen in Shanghai und Shenzhen hatte im vierten Quartal des vergangenen Jahres mehr als 40 Prozent zugelegt.

„Offenbar will die Börsenaufsicht bei dem derzeitigen Bullenmarkt das Aktienangebot erhöhen“, hieß es in einem Bericht der halbamtlichen „China Business News“ am Dienstag. Am Markt werde damit gerechnet, dass die Zahl der Börsendebüts weiter steige.

Es stehen noch mehrere hundert Unternehmen in der Warteschlange. Im vergangenen Jahr war in Asiens größter Volkswirtschaft im Schnitt zehn Unternehmen pro Monat der Gang aufs Parkett gestattet worden.

Die fünf großen Gefahren für Chinas Wirtschaftswachstum

Immobilienblase

Seit Jahren schießen die Immobilienpreise in Chinas Großstädten in ungeahnte Höhen - seit Monaten mehren sich jedoch Zeichen für einen Kollaps.

Schattenbanken

Neben den trägen Staatsbanken hat sich in China ein großer Markt von nicht-registrierten Geldinstituten etabliert, die der Staat bislang nicht kontrollieren kann.

Faule Kredite

Banken haben ohne genaue Prüfung Firmen immense Kredite für unproduktive und verschwenderische Investitionen gegeben.

Überkapazitäten

Mit Subventionen der Regierung haben viele Branchen gewaltige Überkapazitäten aufgebaut, beispielsweise die Solarindustrie. Aber sie werden ihre Produkte nicht los.

Internationale Krisen

Chinas Wirtschaft hängt vom Export ab. Geraten wichtige Abnehmerländer in Krisen, hat auch China Probleme.

Bei allen am Montag für die Börse zugelassenen Firmen handelte es sich um relativ kleine Unternehmen. Eine Hälfte strebt an die Börse in Shanghai, die andere nach Shenzhen.

Große chinesische Internetkonzerne wie Weibo und Alibaba hatten sich New York für ihre Börsengänge ausgesucht.

Von

rtr

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