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12.07.2011

11:47 Uhr

Al-Mahmudi

Libyen will verhandeln - aber ohne Gaddafi

Die libysche Regierung ist zu Verhandlungen bereit - aber explizit nur dann, wenn Machthaber Muammar al-Gaddafi daran nicht beteiligt ist.

Libyens Premier: Al-Baghdadi Ali Al-Mahmudi. Quelle: dpa

Libyens Premier: Al-Baghdadi Ali Al-Mahmudi.

Paris „Der Revolutionsführer wird nicht in die Diskussion eingreifen. (...) Gaddafi wird den Willen des Volkes respektieren“, versicherte Ministerpräsident Al-Baghdadi Al-Mahmudi der Zeitung „Le Figaro“ (Dienstag). Die libysche Regierung sei zu Verhandlungen ohne Vorbedingungen bereit. „Wir haben kein Problem, mit den Vertretern des Übergangsrats (der Rebellen) zu reden, wir kennen sie gut, einige waren ja bis vor kurzem noch in der Regierung“, fügte er hinzu.

Unterdessen betonte der französische Verteidigungsminister, dass Frankreich weiterhin den völligen Rückzug Gaddafis aus der Politik fordere. „Da gibt es keine Doppeldeutigkeiten“, sagte Gérard Longuet dem „Figaro“. Am Vortag hatte eine Bemerkung des Ministers Aufsehen erregt, nach der Frankreich seinen Einsatz beenden könnte, auch wenn Gaddafi sich weiter „in einem anderen Raum seines Palastes, mit einem anderen Titel“ aufhalte.

Am späten Dienstagnachmittag will das Parlament über die Verlängerung des Libyen-Einsatzes abstimmen, den Sarkozy weitgehend initiiert hatte. Sarkozy hatte allerdings zu Beginn der Luftangriffe Mitte März gehofft, dass Gaddafi sich deutlich schneller aus dem Amt vertreiben lassen würde.

 

Von

dpa

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