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25.11.2014

10:57 Uhr

Al-Qaida

Jemenitische Truppen befreien Geiseln

Jemenitische Truppen haben nach amtlichen Angaben acht Geiseln aus der Gewalt von Extremisten befreit. Die Geiselnehmer sollen Mitglieder der Terrorgruppe Al-Qaida sein. Unter den Befreiten ist auch ein Ausländer.

Jemenitische Truppen haben Geiseln der Terror-Organisation Al-Kaida befreit. Reuters

Jemenitische Truppen haben Geiseln der Terror-Organisation Al-Kaida befreit.

SanaaJemenitische Sicherheitskräfte haben nach amtlichen Angaben acht Geiseln aus der Gewalt der Extremistenorganisation Al-Qaida befreit, darunter einen Ausländer. Bei der Aktion seien sieben Mitglieder des Al-Qaida-Ablegers Ansar al-Scharia getötet worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Saba am Dienstag.

Wann und wo die Befreiungsaktion stattfand, wurde in der von Saba verbreiteten Erklärung des obersten Sicherheitsrates nicht gesagt. Auch zur Nationalität des Ausländers gab es keine Angaben.

Glossar Konflikte

Terrorismus

Unter Terrorismus (vom lateinischen Wort terror „Furcht, Schrecken“) versteht man Gewalt und Gewaltaktionen die politisch, ideologisch oder religiös motiviert sind und die bestehende Ordnung verändern wollen. Er verfolgt längerfristige Ziele und operiert in der Illegalität. Trotz des primären Mittels der physischen Gewalt (Entführungen, Attentate, Sprengstoffanschläge) will Terror eher Unsicherheit und Schrecken verbreiten und damit auf gesellschaftliche Verhältnisse aufmerksam machen und Veränderungen erzwingen. Bei Aktionen wird nicht nur der Feind attackiert, sondern auch der Tod Unbeteiligter geplant oder billigend in Kauf genommen. Terrorgruppen verfügen in der Regel über Logistik und Finanzierungsquellen und vertrauen auf eine Umfeld aus Unterstützern und oder Sympathisanten.

Ein allgemein akzeptierte wissenschaftliche Definition für Terrorismus gibt es jedoch nicht.

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung

"Die RAF und die Medien" von Andreas Elter. Erschienen in: Wolfgang Kraushaar (Hrsg.): Die RAF und der linke Terrorismus, Hamburger Edition HIS Verlag, Hamburg 2007

Anschlag

bezeichnet laut Duden einen gewalttätigen, auf Vernichtung oder Zerstörung zielenden Angriff.

Dabei unterscheidet man zwischen:

Attentat

vom lateinischen Wort attentatum, was „Versuch an jemanden oder etwas“ heißt. Dabei will der Attentäter beispielsweise einen seiner Meinung nach wichtigen Entscheidungsträger schädigen oder töten. Um seinem Anliegen Nachdruck zu verleihen wird die Tat meist öffentlichkeitswirksam ausgeübt.

Bekannte Beispiele sind die Erschießung der US-Präsidenten Abraham Lincoln und John F. Kennedy oder das Attentat auf Papst Johannes Paul II.

Sabotage

Als Sabotage bezeichnet man die absichtliche Störung eines wirtschaftlichen, politischen oder militärischen Ablaufs zur Erreichung eines bestimmten Zieles. Dabei können aktiver oder passiver Widerstand, Störung des Arbeitsablauf oder die Beschädigung und Zerstörung von Anlagen, Maschinen oder Ähnliches eine Rolle spielen.

Quelle: Duden

Krieg

Allgemein bezeichnet Krieg einen organisierten, mit Waffen gewaltsam ausgetragenen Konflikt zwischen mindestens zwei Parteien wie Staaten. Die Ursachen können religiöser, ideologischer oder wirtschaftlicher Natur sein. In der Vergangenheit gab es zudem auch Kolonial- und Unabhängigkeitskriege. Neben konventionellen, können atomare, bakteriologische oder chemische Waffen eingesetzt werden. Zudem werden Kriege an Land, zur See und in der Luft ausgetragen. Dabei wird räumlich unter anderem zwischen lokal begrenztem, regionalem oder einem Weltkrieg unterschieden.

Bei den Zielen eines Krieges wird zwischen Angriff-, Intervention-, Sanktion-, Verteidigungs- und Befreiungskriegen differenziert.

Auch die Formen unterscheiden sich:
Beim regulären Krieg kämpfen beispielsweise staatliche, stehenden Armeen gegeneinander. Ein Volkskrieg bezeichnet einen langwierigen Krieg mit großen Heeren. Stammen die Heere aus dem Wehrdienst des eigenen Volkes spricht man von einem Milizkrieg. Beim Partisanen- oder Guerillakrieg wird der Konflikt zwischen nichtregulären Streitkämpfen einer feindlichen Staatsarmee fortgeführt.

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung

Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 5., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2011.

Bürgerkrieg

ist der organisierte, mit Waffen gewaltsam ausgetragenen Konflikt zwischen sozialen Gruppen der Bevölkerung eines Staates.

Im Jemen werden immer wieder Ausländer entführt. In den meisten Fällen kommen die Geiseln nach einiger Zeit frei, oft nach Zahlung von Lösegeldern. Erst im April war ein deutscher Diplomat bei einem Entführungsversuch verletzt worden. Der Jemen ist ein Verbündeter der USA im Kampf gegen Al-Qaida.

Die Islamisten haben in den vergangenen Jahren bei Anschlägen in dem Land Hunderte Menschen getötet. Die USA setzen wiederum mit Billigung der Regierung in Sanaa bewaffnete Drohnen ein, um die Extremisten in dem Land auf der arabischen Halbinsel zu töten. Dieses Vorgehen wird von Menschenrechtsorganisationen scharf kritisiert.

Von

rtr

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