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10.05.2016

01:03 Uhr

Aleppo

Feuerpause geht in die zweite Verlängerung

Bis Mittwoch um Mitternacht soll die Waffenruhe in der syrischen Stadt Aleppo andauern. Der langjährige Konflikt kam auch bei einer Außenminister-Konferenz in Paris auf den Tisch – und resultierte in weiteren Plänen.

Syrische Kinder beim Unterricht im Stadtviertel Shaar in Aleppo am 7. Mai: Nach der ersten Verlängerung der Feuerpause öffneten Schulen in der umkämpften Stadt ihre Tore. AFP; Files; Francois Guillot

Schule hat begonnen

Syrische Kinder beim Unterricht im Stadtviertel Shaar in Aleppo am 7. Mai: Nach der ersten Verlängerung der Feuerpause öffneten Schulen in der umkämpften Stadt ihre Tore.

DamaskusKurz vor Ablauf der Waffenruhe in der nordsyrischen Stadt Aleppo hat das Regime die Feuerpause um zwei weitere Tage verlängert. Statt bis zum frühen Dienstagmorgen solle diese nun bis Mittwoch um Mitternacht gelten, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana am Montagabend.

Die seit Mitte vergangener Woche geltende lokale Feuerpause für das heftig umkämpfte Aleppo wurde bereits einmal verlängert. Die USA und der enge Regime-Verbündete Russland hatten sich auf die Waffenruhe geeinigt, nachdem eine landesweit geltende Kampfpause immer brüchiger geworden war.

Aleppo gilt als das wichtigste Schlachtfeld in dem seit mehr als fünf Jahren andauernden Konflikt. Die Stadt wird teilweise von Einheiten des Präsidenten Baschar al-Assad, teils von Rebellengruppen kontrolliert. Das Regime versucht, die letzte Nachschubroute der Aufständischen zu kappen und diese damit in Aleppo einzuschließen.

In den Wochen vor Inkrafttreten der örtlichen Waffenruhe war die Gewalt eskaliert. Das hatte die Sorge genährt, dass die am 27. Februar in Kraft getretene Waffenruhe für ganz Syrien vollends scheitern könnte. Von der von den USA und Russland vermittelten landesweiten Waffenruhe sind nur Dschihadistengruppen wie der Islamische Staat (IS) ausgenommen.

Die Sicherung der landesweiten Waffenruhe war auch eines der Themen bei einer Außenminister-Konferenz am Montag in Paris. Dabei kamen die beteiligten Ressortchefs - unter anderem aus dem Gastgeberland Frankreich, den USA und Deutschland - überein, ihre Anstrengungen für eine politische Lösung in dem Bürgerkriegsland zu verstärken.

Unter anderem soll es in der kommenden Woche in Wien ein Treffen der aus 17 Staaten bestehenden Syrien-Kontaktgruppe geben. Ihr gehören neben Unterstützern der Opposition unter anderem auch Russland und der Iran an, die den syrischen Machthaber Baschar al-Assad nahe stehen.

Ko-Vorsitzende der Syrien-Kontaktgruppe sind Russland und die USA. Die beiden Länder versprachen in einer gemeinsamen Erklärung ebenfalls verstärkte Bemühungen. "Die Russische Föderation und die Vereinigten Staaten sind entschlossen, die Anstrengungen für eine politische Lösung des Konflikts in Syrien zu verdoppeln", hieß es in der vom Außenministerium in Moskau nahezu zeitgleich zu den Pariser Gesprächen veröffentlichten Erklärung.

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