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08.02.2015

19:27 Uhr

Allianz gegen IS

USA und Jordanien melden Erfolge gegen Terrormiliz

Der Kampf gegen den Islamischen Staat geht voran und trägt Früchte: US-Außenminister Kerry spricht von großen zurückeroberten Gebieten. Auch das Königreich Jordanien meldet Erfolge seiner jüngsten Offensive.

Die Jordanischen Piloten geben ihrem Einsatz auch moralisches Futter: Hier schreibt ein Pilot „Wir werden euch die Hölle zeigen“ auf eine Bombe an seinem Flieger. dpa

Diese Bombe ist für IS-Milizen in Syrien bestimmt

Die Jordanischen Piloten geben ihrem Einsatz auch moralisches Futter: Hier schreibt ein Pilot „Wir werden euch die Hölle zeigen“ auf eine Bombe an seinem Flieger.

AmmanDie Allianz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat US-Außenminister John Kerry zufolge 22 Prozent der bevölkerten Gebiete im Irak und Syrien zurückerobert. Das sei gelungen, ohne eine größere Offensive zu starten, sagte Kerry in einem am Sonntag ausgestrahlten NBC-Interview. Er wies damit zugleich Kritik zurück, dass die USA im Kampf gegen die Extremisten zu zögerlich handelten.

Washington und seine Verbündeten seien auf dem Weg, den IS zu schwächen und am Ende zu zerstören, sagte der Minister. „Der Beweis liegt in den Fakten.“ So sei es auch gelungen, einen „bedeutenden Teil“ der IS-Führung auszuschalten sowie Kommando- und Kommunikationslinien zu stören. Seit dem jüngsten Video von der Verbrennung einer jordanischen Geisel durch die Dschihadisten sei die Anti-IS-Koalition entschlossener denn je, sagte Kerry. Allerdings gebe es noch viel zu tun.

Auch Jordanien meldete am Sonntag Erfolge im Kampf gegen die Terroristen. Das Königreich hat der Dschihadistenmiliz seit der Wiederaufnahme seiner Luftangriffe nach eigenen Angaben schwere Schäden zugefügt. Seit Donnerstag seien bei dutzenden Angriffen 56 Ziele zerstört worden, sagte der jordanische Luftwaffenchef Mansur al-Dschobur am Sonntag. Darunter seien Ausbildungslager des IS, Munitions- und Treibstoffdepots, Nachschubzentren, Kasernen und militärische Ausrüstung gewesen.

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Insgesamt habe der IS durch die Luftangriffe rund 20 Prozent seiner Ressourcen für eine Ausweitung der Gebiete unter seiner Kontrolle verloren, sagte Al-Dschobur. Auch seine Einnahmen aus dem Ölgeschäft seien empfindlich gestört.

Al-Dschobur kündigte an, die jordanische Luftwaffe werde ihre Offensive in den kommenden Tagen weiter ausweiten. „Wir sind entschlossen, diese terroristische Bande zu vernichten“, fügte der Generalmajor hinzu. Wo genau die Angriffe geflogen wurden, ließ er offen. Laut Außenminister Nasser Dschudeh ist die jordanische Luftwaffe sowohl in Syrien als auch im Irak aktiv.

Die jordanische Luftwaffe hatte ihre Offensive am Donnerstag als Reaktion auf die grausame Hinrichtung ihres Kampfpiloten Maas al-Kassasbeh durch den IS gestartet. Innenminister Hussein Madschali sagte am Samstag, die brutale Ermordung sei ein „Wendepunkt“ in Jordaniens Kampf gegen den Extremismus.

Von

afp

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