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22.02.2004

11:23 Uhr

Am Montag beginnt Anhörung vor Internationalem Gerichtshof in Den Haag

Israel baut Teilstück des Sperrwalls ab

Israelische Arbeiter haben mit dem Abbau eines Teilstücks der Sperranlage im Westjordanland begonnen. Mit der Anhörung in Den Haag habe dies nichts zu tun, so der israelische Außenminister Schalom.

HB BERLIN. Ein etwa acht Kilometer langer Teil des umstrittenen Sperrwalls zum Westjordanland wird nach israelischen Angaben abgebaut. Wie der israelische Rundfunk berichtet, durchtrennten Arbeiter den Zaun in einem Dorf, um es wieder mit den Palästinensergebieten zu verbinden. Die Arbeiten sollen etwa eine Woche dauern. Durch die Mauer war die palästinensische Ortschaft Baka al Scharkia seit mehr als einem Jahr vom Rest des Westjordanlands abgetrennt.

Nach Aussage von Israels Außenminister Sylvan Schalom hat der Abbau der Anlage nichts mit der internationalen Kritik zu tun. Die Aktion stehe nicht in Verbindung mit der Anhörung vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag, die am Montag beginnen soll, betonte er.

Im Gegenteil: Schalom wies mit Blick auf den Selbstmordanschlag in Jerusalem am Sonntagmorgen nochmals auf die Notwendigkeit des umstrittenen Sperrwalles zwischen Israel und dem Westjordanland hin. Der Bau der Befestigungsanlage werde fortgesetzt, damit «Leben gerettet werden», sagte Schalom am Sonntag im Militärrundfunk. «Da, wo es keinen Zaun gibt, ist der Schrecken, da, wo der Zaun gebaut wird, sind die Resultate klar und deutlich.»

Ab Montag befasst sich der Internationale Gerichtshof in Den Haag mit der Frage nach der Rechtmäßigkeit des Sperrwalles.

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