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06.02.2015

19:42 Uhr

Amerika will kein Weltpolizist sein

„Unsere Ressourcen sind nicht unendlich“

Die USA wollen in der globalen Politik keinen überzogenen Führungsanspruch erheben. Im Kampf gegen Terror setzt Washington zunehmend auf die Hilfe von Partnern. Dennoch hält Amerika sich für unverzichtbar.

Das US-Militär befindet sich auf Sparkurs und schrumpft weiter. Trotzdem will Amerika weiterhin in der globalen Politik dominieren. Reuters

US-Präsident Barack Obama

Das US-Militär befindet sich auf Sparkurs und schrumpft weiter. Trotzdem will Amerika weiterhin in der globalen Politik dominieren.

WashingtonPräsident Barack Obama bescheinigt den USA zwar eine militärische Vormachtstellung weltweit, warnt aber vor einem überzogenen Führungsanspruch. Zwar führe die Vorreiterrolle Amerikas in globalen Krisen zu mehr Sicherheit und Stabilität, schrieb er zur am Freitag veröffentlichten Strategie für nationale Sicherheit. „Aber das heißt nicht, dass wir versuchen können oder sollten, die Flugbahn aller laufenden Ereignisse rund um die Welt zu diktieren. So mächtig wir auch sind und bleiben werden – unsere Ressourcen und unser Einfluss sind nicht unendlich.“

Große Neuigkeiten hält der 29 Seiten lange Bericht nicht bereit. Im Wesentlichen bekräftigt er die Haltung der US-Regierung zu Konflikten in der Ukraine, im Nahen Osten, im Kampf gegen die IS-Terrormiliz und gegen Cyber-Attacken. Es ist das erste Strategiepapier zur nationalen Sicherheit seit 2010. Das Gesetz schreibt eigentlich vor, dass das Weiße Haus jedes Jahr einen solche Bericht vorlegt, allerdings haben sich US-Präsidenten bislang nur selten daran gehalten. Meist wird das Papier nur zu Beginn einer neuen Amtszeit erneuert.

In einer eng vernetzten Welt gebe es keine globalen Probleme, die ohne die USA gelöst werden könnten, zugleich aber nur wenige, die Amerika allein in den Griff bekäme, heißt es nun. Im Kampf gegen Terror habe sich Washington vom Modell kostspieliger Bodenkriege im Irak und in Afghanistan verabschiedet. Die Zahl der in diesen Ländern stationierten 180.000 Soldaten sei in sechs Jahren auf 15.000 geschrumpft. Die neue Strategie bestehe nun aus gezielten Angriffen und der Zusammenarbeit mit Verbündeten. Terroristen müssten „lokal“ und mit der Hilfe „lokaler Partner“ besiegt werden.

Obwohl das US-Militär schrumpfe, müsse es weiterhin dominieren, heißt es in dem Papier. „Die Bedrohung katastrophaler Attacken von Terroristen gegen unser Heimatland hat nachgelassen, bleibt aber bestehen.“ Mit Blick auf den Anti-Terror-Kampf heißt es: „Wir weisen die Lüge zurück, dass wir uns im Krieg gegen den Islam befinden.“

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

06.02.2015, 20:59 Uhr

Im Kampf gegen Terror setzt Washington zunehmend auf die Hilfe von Partnern.

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Seit dem Fall der Berliner Mauer...

hat sich Europa in ein Schönheitsschlaf gesetzt....

und erwacht nun bitterböse auf !




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