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18.08.2015

01:07 Uhr

Amnesty International

Keine Rücksicht auf Zivilisten im Jemen

Weder die Huthi-Rebellen noch die Regierungstruppen nehmen im blutigen Bürgerkrieg im Jemen Rücksicht auf Zivilisten, klagt Amnesty International. Unter den Toten und Verletzten seien viele Kinder.

Im blutigen Bürgerkrieg im Jemen feuern beide Parteien in Wohngebiete. Viele Zivilisten, darunter Kinder, würden verletzt oder getötet, wie die Menschenrechtsorganisation Amnesty International berichtet. dpa

Ohne Rücksicht

Im blutigen Bürgerkrieg im Jemen feuern beide Parteien in Wohngebiete. Viele Zivilisten, darunter Kinder, würden verletzt oder getötet, wie die Menschenrechtsorganisation Amnesty International berichtet.

London/SanaaIm jemenitischen Bürgerkrieg bekämpfen sich die Parteien nach Recherchen von Amnesty International ohne jede Rücksicht auf zivile Opfer. Bei Luftangriffen des von Saudi-Arabien geführten Militärbündnisses und Kämpfen zwischen Huthi-Rebellen und deren Gegnern am Boden seien in den vergangenen Wochen Hunderte Unbeteiligte ums Leben gekommen und verletzt worden, darunter viele Kinder, heißt es in einem am Dienstag in London veröffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation.

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Die Luftangriffe richteten sich demnach gegen Wohngebiete, Schulen und Moscheen. Huthi-Rebellen und regierungstreue Kämpfer feuerten Raketen in dicht besiedelten Gebieten ab. Es könne sich um Kriegsverbrechen handeln, hieß es in dem Bericht. Zudem bräuchten vier Fünftel der Menschen im Süden des Landes humanitäre Hilfe, da sie etwa keinen Zugang zu sauberem Wasser und Elektrizität hätten.

Im Jemen kämpfen Huthis mit ihren Verbündeten gegen Anhänger von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi, der Ende März nach Saudi-Arabien geflohen ist. Seither fliegt ein von Saudi-Arabien geführtes Militärbündnis regelmäßig Luftangriffe auf Stellungen der Rebellen im Jemen.

Von

dpa

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