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17.09.2013

14:00 Uhr

Amoklauf in Washington

Eine Hauptstadt in Trauer

VonNils Rüdel

Amerika trauert um die Toten des Amoklaufs von Washington. Am Tag darauf stellen sich drängende Fragen: Was trieb den mutmaßlichen Attentäter – und wie konnte er schwer bewaffnet in einen Militärstützpunkt gelangen?

Washington

Amokläufer erschießt 13 Menschen auf Marine-Stützpunkt

Washington: Amokläufer erschießt 13 Menschen auf Marine-Stützpunkt

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DüsseldorfEs ist Montagmorgen kurz nach 8 Uhr, als die ersten Schüsse fallen. Hunderte Menschen, die gerade zu ihrem Arbeitsplatz auf dem Militärstützpunkt Navy Yard in Washington kommen, gehen in Deckung. Aaron A., 34, eröffnet scheinbar wahllos das Feuer. Vor den Toren schaltet die US-Hauptstadt auf Ausnahmezustand. Im nahen Weißen Haus und im Kapitol herrscht Alarm, Schulen schließen, Anti-Terror-Einheiten eilen zum Tatort. Wenig später zählen die Rettungskräfte zwölf Tote und acht Verletzte. Auch der mutmaßliche Amokläufer stirbt nach einem Schusswechsel mit der Polizei.

Die Bluttat vom Montag schockiert Washington und die Nation. Was hat den mutmaßlichen Attentäter bloß getrieben? Wie kann es sein, dass der angestellte Zivilist bewaffnet ein schwer bewachtes Kommandozentrum der Marine betreten kann?

„Wir wissen nicht, was das Motiv ist“, sagte Bürgermeister Vincent Gray am Abend. Die Tat sei eine „schreckliche Tragödie“. Die Ermittler hätten die Arbeit aufgenommen, Hinweise auf einen Terroranschlag aber gebe es nicht. Inzwischen ist sich die Polizei zudem sicher, dass es sich um einen Einzeltäter handelt.

Nach bisherigem Ermittlungsstand war Aaron A. ein ehemaliger Reservist und später Vertragsmitarbeiter für die US-Marine. Als externer Computerspezialist aus dem texanischen Ft. Worth arbeitete er auf dem sogenannten Navy Yard, dem Sitz mehrerer Marinebehörden im Südosten Washingtons mit rund 16.000 militärischen und zivilen Mitarbeitern. Für das Gelände besaß A. laut dem TV-Sender CNN einen legalen Ausweis, der ihm Zutritt verschaffte und im vergangenen Jahr verlängert worden war.

Unklar ist dennoch, wie A. das Sturmgewehr, das weitere Gewehr sowie eine Pistole, die er nach Medienberichten dabei hatte, an den Wachleuten vorbeischmuggeln konnte. Insider sagten der „Washington Post“, bestimmte Mitarbeiter könnten das Gebäude über eine Seitentür durch die Garage betreten, ohne von der Security durchsucht zu werden.   

„Ich konnte es nicht glauben“, sagte eine 28-jährige Angestellte aus Gebäude 197, wo sich die Schießerei zutrug, der „Post“. So etwas könne doch auf einer Militärbasis gar nicht passieren. „Es war wie in einem Film.“ Sie und andere Mitarbeiter seien um ihr Leben gerannt, hätten sich versteckt und per SMS und Fernsehen versucht herauszufinden, was passiert. Polizisten hätten noch elf Stunden nach Beginn des Amoklaufs einen verängstigen Mann in einem Schrank gefunden.

Kommentare (8)

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stephanie

17.09.2013, 11:48 Uhr

Warum passieren solche Sachen überwiegend in USA ??? , es folgt immer ein Aufschrei, Trauer, Wut.... und dann passiert nichts. die Waffenlobby ist einfach zu stark!
da wird sich nie etwas ändern und noch viele menschen ihr Leben lassen.......

Der_ewige_Spekulant

17.09.2013, 12:00 Uhr

Spiegelbild der USA.

Dazu muss man nicht viel sagen. Weder Trauerbekundungen noch Hohn für die Opfer und die Betroffenen, auch nicht der Schmerz der Betroffenen und der Nation haben an diesem Zustand irgendwas geändert.

Deswegen: Es ist das Spiegelbild der USA. Der "großen Nation" die kein Respekt vor Leben und keine Achtung der Menschenwürde hat.

Account gelöscht!

17.09.2013, 12:06 Uhr

Kann eine Waffenlobby auch ein schlechtes Gewissen haben?
Wenn die Amis meinen, daß jeder mit ner Bleipuste rumrennen muß... bitte

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