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20.01.2017

11:34 Uhr

Amtseinführung Donald Trump

Was die Welt von Trump erwartet

Eine Mauer für Mexiko, kein Ende des Kuba-Embargos, Donald Trump hat quer durch die Weltgemeinschaft kräftig ausgeteilt. Aber es gibt auch Länder, die dem neuen US-Präsidenten gelassen entgegen blicken. Ein Überblick.

Behauptung von Trump

„Das neue US-Kabinett hat den höchsten IQ aller Zeiten“

Behauptung von Trump: „Das neue US-Kabinett hat den höchsten IQ aller Zeiten“

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Donald Trump hat das verstaubte internationale Parkett der Weltpolitik schon jetzt gehörig aufgewirbelt. Alle Augen schauen heute nach Washington, wenn der 45te Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt wird und offiziell seinen neuen Job antritt. Was dann folgt kann nach Trumpscher Manier nur geraten werden.

Keine einfache Situation für Amerikas Nachbarländer, Handels- und Bündnispartner. Unsere Korrespondenten auf der ganzen Welt geben einen Eindruck darüber, wie Mexiko, Kuba, Japan, Israel und andere Länder über die Zukunft mit US-Präsident Trump denken.

Mexiko

An der Grenze zwischen den USA und Mexiko steht zwar auch jetzt schon ein Zaun, aber Donald Trump will diesen auf Kosten Mexikos zu einer Mauer machen und die Überwachung extrem verstärken. dpa

Mauer statt Zaun

An der Grenze zwischen den USA und Mexiko steht zwar auch jetzt schon ein Zaun, aber Donald Trump will diesen auf Kosten Mexikos zu einer Mauer machen und die Überwachung extrem verstärken.

Nie in den vergangenen Jahrzehnten hatte das Bonmot mehr Berechtigung als heute: „Pobre México, tan lejos de Dios y tan cerca de Estados Unidos“, „Armes Mexiko, so fern von Gott und so nah an den USA“. Beim südlichen Nachbarn herrscht vor dem Amtsantritt Trumps vor allem Angst und extreme Verunsicherung. Mexiko könnte das Land sein, das am härtesten und schnellsten die Wahlversprechen von Trump zu spüren bekommt. Der Peso sackte immer stärker ab, je näher Trump dem Weißen Haus kam. Fünf historische Tiefstände binnen 20 Tagen des noch jungen Jahres, sagen alles über die Nervosität der mexikanischen Märkte.

Aber die Regierung von Präsident Enrique Peña Nieto will nicht tatenlos auf die Schläge aus Washington warten. Bezüglich der Nordamerikanischen Freihandelszone Nafta, die Trump mindestens neuverhandeln will, hat Mexiko Gesprächen zugestimmt. Schließlich hat auch die Regierung in Mexiko-Stadt einiges zu kritisieren an der Nafta, etwa das Landwirtschaftskapitel. Dieses führt dazu, dass US-Genmais billiger ins Land kommt, als mexikanische Bauern ihren eigenen Mais anbauen können.

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Peña Nieto bildete kurz vor dem Amtsantritt Trumps nochmal das Kabinett um und berief seinen engen Vertrauten Luis Videgaray zum Außenminister. Dieser soll vor allem mit den USA verhandeln. Gemeinsam mit Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo will sich Videgaray am 25. Januar in Washington mit hohen Beamten und Beratern der Trump-Regierung treffen und über alle bilateralen Themen von Handel über Migration bis Drogenschmuggel reden. Ein Zeichen des guten Willens hat Mexikos Regierung wenige Stunden vor Amtsantritt Trumps schon gegeben: Sie lieferte den Drogenboss Joaquín „El Chapo“ Guzmán an die Vereinigten Staaten aus.

Perspektivisch möchte Mexiko die extreme Abhängigkeit seiner Wirtschaft von den USA reduzieren, wohin das Land 80 Prozent seiner Exporte schickt. Die Wirtschaftsbeziehungen zu Asien und südamerikanischen Ländern wie Brasilien und Argentinien sollen ausgebaut werden. Und die Gespräche zur Aktualisierung des 17 Jahre alten Freihandelsabkommens mit der Europäischen Union will Peña Nieto möglichst binnen zwölf Monaten zum Abschluss bringen.

Klaus Ehringfeld

Kommentare (16)

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Account gelöscht!

20.01.2017, 12:01 Uhr

Was ist das den für ein armseliges Verhalten...was die Welt von Trump erwartet?!

Ist die Welt schon so bescheuert und hat keine eigene Visionen mehr, wie man eine/seine Nationen zum Wohle der eigenen Nation führt?!

Trump kümmert sich in Zukunft um seine US Nation und sonst gar nichts! Da braucht man nichts zu erwarten sondern sollte mal seinen eigenen ARSCH hochbringen und für sein eigens Volk/Nation Politik zum Wohl der Bürger machen. Dann wirds auch mal wieder etwas mit Selbstachtung und Rückgrat Politik.
Danke!

Herr Alex Lehmann

20.01.2017, 12:07 Uhr

Viele machen sich heute Ihre eigene Welt, so auch das Handelsblatt!
Anmerkung: Ich lebe definitiv nicht in der Welt des Handelsblatt und bin froh darüber!
Denn das heisst für mich das ich normal und OK bin. Kann ich mal wieder heute mit mir selbst zufrieden sein.
Was ich persönlich von Trump erwarte: Das er endlich dieses geisteskranke neoliberale System der USA abschafft, dass die ganze Welt in ein Chaos sondergleichen verwandelt hat und diese neoliberalen Oligarchen der Welt endlich Ruhe gönnen.

Herr Franz Giegl

20.01.2017, 12:22 Uhr

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