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04.09.2014

16:59 Uhr

Amtspoker

Juncker und Oettinger streiten über EU-Posten

ExklusivKrach zwischen dem deutschen EU-Kommissar und Jean-Claude Juncker. Günther Oettinger will das Feld für digitale Agenda nicht übernehmen – er will mehr. Doch der Kommissionspräsident hat ganz andere Pläne.

Keine Lust auf digitale Agenda: Oettinger strebt nach besseren Posten. ap

Keine Lust auf digitale Agenda: Oettinger strebt nach besseren Posten.

BrüsselDer deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger und der künftige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sind sie nicht darüber einig, welche Aufgabe Oettinger künftig in der EU-Kommission übernehmen soll. Juncker habe Oettinger den Posten des Kommissars für digitale Agenda vorgeschlagen, sagte ein hoher EU-Diplomat dem Handelsblatt.

Der für Internet und Breitband-Ausbau zuständige Kommissar gilt in der EU-Behörde nicht gerade als politisches Schwergewicht. Auch deshalb sei Oettinger unzufrieden. Der Deutsche strebt nach wie vor das Amt des EU-Außenhandelskommissars an. Juncker sei bislang allerdings nicht bereit, diese Bitte zu erfüllen, hieß es in Brüssel.

Auf der Zielgeraden: EU-Mitglieder vor Einigung über Kommissare

Auf der Zielgeraden

EU-Mitglieder vor Einigung über Kommissare

An der Besetzung der Spitzenposten in der EU-Kommission wird eifrig gebastelt. Bislang fehlte ein Personalvorschlag aus Belgien. Nun schlug das Land endlich eine Kandidatin vor.

In Kommissionskreisen verstärkt sich deshalb jetzt der Eindruck, dass Juncker Frankreich beim EU-Postenpoker massiv gegenüber Deutschland bevorzugt. Der Franzose Pierre Moscovici wird wahrscheinlich Kommissar für Wirtschaft und Währung und erhält damit einen der wichtigsten Posten. Als Alternative sei für Moscovici auch noch das Amt des Wettbewerbskommissars im Gespräch, hieß es in Brüssel. Der Wettbewerbskommissar verfügt in der EU-Behörde über besonders weitreichende Kompetenzen.

Von

rut

Kommentare (9)

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Herr Horst Hamacher

04.09.2014, 17:33 Uhr

Wir brauchen doch keinen EU-Kommissar in Brüssel. Das Einzige, das wir brauchen, ist ein Dauerauftrag für unsere Steueraufkommen an die korrupten Loser südlich der Alpen und für den ehemaligen Bürgermeister von Luxemburg!

Herr Kurt Siegel

04.09.2014, 17:40 Uhr

Brüssel, der Verschiebebahnhof für abgehalfterte Politiker, niemand braucht diese Art von Bevormundern; Glühbirnen, Staubsauger und Bananen thematisieren und dabei Mega-Gehälter für das Nichtstun einstreichen.

Man kann England nur die Daumen drücken für einen erfolgreichen EU-Ausstieg.

Herr C. Falk

04.09.2014, 17:59 Uhr

Oettinger darf digitales machen. Italien (Außenpolitik),
Luxemburg (Der Chef), Frankreich (Wirtschaft) machen inzwischen Politik.

Man kriegt sich ob dieser "Machtverteilungen" nicht mehr vor Heiterkeit und Lachanfällen......

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