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23.04.2015

02:23 Uhr

An ukrainischer Grenze

USA werfen Russland verstärkten Truppenaufbau vor

Die USA werfen Russland einen erneut zunehmenden Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine vor. Russland habe laut Washington mittlerweile die größte Präsenz seit Oktober letzten Jahres aufgebaut.

Ukrainischer Panzer im Grenzgebiet: Laut den USA soll Russland seine Truppen wieder verstärken. dpa

Ukraine

Ukrainischer Panzer im Grenzgebiet: Laut den USA soll Russland seine Truppen wieder verstärken.

WashingtonDie USA haben Russland eine Aufrüstung an der Grenze zur Ukraine sowie im umkämpften Osten des Nachbarlandes vorgeworfen. Die russische Armee habe "zusätzlich Luftabwehrsysteme im Osten der Ukraine stationiert und einige davon näher an die Frontlinien gebracht", kritisierte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Marie Harf, am Mittwoch in einer Erklärung. Russland schicke derzeit zudem weitere Soldaten an die Grenze zur Ukraine. Daraus würde sich die "größte (Truppen-)Präsenz an der Grenze seit Oktober 2014" ergeben.

Moskau unterstütze die prorussischen Separatisten in der Ostukraine durch "zunehmend komplexe" Militärausbildung, zum Beispiel im Umgang mit Drohnen. Die Drohnen seien "ein untrügliches Zeichen für die russische Präsenz" im Konfliktgebiet, erklärte Harf. "

"Gemeinsame russische-sepratistische Truppen verstoßen weiterhin gegen das Mitte Februar unterzeichnete 'Minsk 2'-Abkommen", kritisierte Harf. Sie hätten "eine nennenswerte Zahl von Artillerie-Ausrüstung und Mehrfach-Raketenwerfern in den Gebieten", die dem Friedensplan zufolge dort verboten sind. Außerdem würden weitere schwere Waffen in die Ukraine gebracht.

Prorussische Aufständische kämpfen im Osten der Ukraine seit rund einem Jahr gegen die ukrainische Armee. Seither wurden bei den Kämpfen mehr als 6000 Menschen getötet. Am 12. Februar unterzeichneten beide Seiten in der weißrussischen Hauptstadt Minsk einen Friedensfahrplan. Seitdem sind die Gefechte in der Ostukraine deutlich abgeflaut. Allerdings setzten nach Angaben der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) beide Seiten weiterhin immer wieder schwere Waffen ein.

Die US-Armee hatte am Montag begonnen, die ukrainische Armee durch eine Ausbildungsmission zu unterstützen. Die USA liefern dem Land außerdem militärische Ausrüstung wie gepanzerte Fahrzeugen, Schutzwesten, Radarsysteme und Nachtsichtgeräte. Waffenlieferungen lehnt Washington bislang ab.

Kommentare (3)

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Herr Josef Schmidt

23.04.2015, 08:44 Uhr

USA verstösst selber mit der Entsendung von Söldner und Kriegsmaterial in die Ukraine gegen das Minsker Abkommen. Den Russen vorzuwerfen auf ihren eigenen Staatsgebiet Truppen oder Material zu verschieben ist einfach nur lächerlich.

USA befindet sich de facto im Kriegszustand mit Russland. Jetzt kommt es darauf an wer zuerst auf den anderen schiesst um nachher den Schuldigen benennen zu können. Die Frage ist ob sich Russland auf die US Provokationen einlässt oder sie gegen die Wand laufen lässt.

Herr Julius Ceasen

23.04.2015, 12:47 Uhr

@Schmidt
Wie die Ukrainer ihre Truppen ausbilden und welche Gegenstände sie Importieren, das geht die Russen wohl herzlich wenig an. Auch wenn die Russen sich als großer warmer Bruder gerne an die hintere Urkanie reiben und dort für Wallungen und Bewegungen sorgen.

Herr Josef Schmidt

23.04.2015, 13:21 Uhr

Nicht wenn man ein Abkommen in Minsk unterzeichent hat. Daran muss sich nicht nur Russland sondern auch die Ukraine halten. Dass Abkommen für die arroganten Amis nichts bedeuten dass sieht man jeden Tag.

Wenn die Russen wollen nehmen sie sich die Ukraine in wenige Wochen ein dafür brauchen sie nicht Jhre sich zu reiben wie du es nennst, doch was sollen sie mit einem bankrotten Land ?

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