Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.01.2012

17:46 Uhr

Analyse

Re-panik-aner

VonMarkus Ziener

Vor der Wahl in Florida geht bei den Republikanern die Panik um. Der revitalisierte Kandidat Newt Gingrich würde im direkten Vergleich mit Barack Obama alt aussehen - und könnte die ganze Partei in die Tiefe ziehen.

Newt Gingrich auf einem Wahlkampfbus: Der Kandidat versetzt die Republikaner in Schrecken. Reuters, Sascha Rheker

Newt Gingrich auf einem Wahlkampfbus: Der Kandidat versetzt die Republikaner in Schrecken.

Miami/FloridaDie Umfragen sehen den moderaten Republikaner Mitt Romney deutlich vorne - doch im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht bei der Vorwahl am Dienstag in Florida sein härtester Rivale, Newt Gingrich. Ein Sieg von Romney in Florida wäre für den Kandidaten ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Nominierung für die Präsidentschaftswahl im Novemberm. Doch mindestens genauso erleichtert wie Romney wäre das konservative Establishment in den USA, das in den letzten Tagen alles daran gesetzt hat, den Aufstieg von Gingrich zu stoppen.

Zwischen nüchterner Analyse und Panik schwankt die Reaktion innerhalb der Republikaner, seitdem Gingrich in South Carolina einen deutlichen Sieg über Romney einfuhr. „Das republikanische Establishment ist zwar nicht begeistert von Romney“, sagte der frühere konservative Wahlkampfstratege Dan Schnur, „doch Newt Gingrich versetzt es regelrecht in Schrecken“. Am deutlichsten auf den Punkt gebracht hatte die Ursache für die Aufregung Tim Pawlenty, der einst Gouverneur in Minnesota war und selbst eine Zeit lang als Kandidat im Rennen war. „Die Vorstellung, dass Newt Gingrich unser Spitzenkandidat sein könnte heißt im Grunde, dass wir die Wahl gleich direkt an Barack Obama abgeben können“.

Die Partei fürchtet dabei aber nicht nur, dass der oft unkontrollierte Gingrich im direkten Vergleich mit Präsident Obama ausgesprochen schlecht abschneiden könnte. Sie sorgt sich auch um die Auswirkungen einer Gingrich-Kandidatur auf die Republikaner insgesamt. Bob Dole, 1996 selbst republikanischer Frontmann damals gegen Präsident Bill Clinton, schrieb in einem Beitrag für das konservative Magazin „National Review“ letzte Woche, dass eine Nominierung von Gingrich einen gegenläufigen Effekt für sämtliche republikanische Bewerber für politische Ämter hätte.

Es war dies die Erinnerung daran, dass am 6. November nicht nur über die Präsidentschaft abgestimmt wird. Neu gewählt wird auch das gesamte Repräsentantenhaus und ein Drittel der Sitze im Senat. Dabei hofften die Konservativen bisher, dass sie ihre starke Stellung im Kongress weiter ausbauen und auch noch die Mehrheit im Senat erobern können. Mit einem Kandidaten Gingrich besteht indes die Gefahr, dass sich die Stimmung grundsätzlich gegen die Republikaner wenden könnte.

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

lollipop

31.01.2012, 19:51 Uhr

nun sollte man mit newt gingrich kein prob haben.
Daß die Republikaner 9Trillions of Dollars Zeit hatten ihr eigenes Land in einen Zustand zu bringen, daß nichteinmal eine Nachfolgeregierung mehr tun kann als Schadensbegrenzung zu unternehmen: das ist ja inzwischen weltbekannt.

Das wäre ja auch nicht weiter schlimm, wären da nicht über 150.000 in einem Krieg, der überdies auch noch herbeigeschätzt wurde.

Rechnen wir mal, was einem Republikaner so ein Araberleben Wert ist: 9 Billionen USD durch 150.000 halboffzielle Kriegstote mit G.W.Bush.
Das macht?
600.000 USD pro Araber.
Das bedeutet:
1 Araberleben ist der Amerikaern selbst mehr wert als ein einziges us-amerikanisches Leben.
Weil: hungern tut man heute in den Zeltvorstädten in den USA.

Sowas würde keinem Araber einfallen.

Die Republikaner haben mit sowas kein Problem.



Brasil

01.02.2012, 02:09 Uhr

Da wird fuer die REPS nichts schief gehen. Romney ist der Kandidat, den Goldman & Sachs ins Rennen geschickt hat. Finanzierung ist bsolut kein Problem und damit sind alle anderen nur Statisten, weil man eben einen Wettbewerb inszenieren muss!
Wenn nicht Romney dann am Ende gewinnt, dann macht Obama halt weiter. Er sit sowieso die erste Garnitur von Goldman & Sachs!
Gut, wenn man auf alle Faelle vorbereitet ist!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×