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08.03.2004

22:10 Uhr

Angeblich Söldner an Bord

Simbabwe hält ausländisches Flugzeug fest

Die Behörden in Simbabwe haben nach eigenen Angaben ein in den USA registriertes Frachtflugzeug mit Militärausrüstung und „mutmaßlichen Söldnern“ beschlagnahmt.

HB HARARE. Das Innenministerium teilte am Montag mit, die Transportmaschine vom Typ Boeing 727-100 sei bereits am Vorabend auf dem Flughafen von Harare beschlagnahmt worden. Die Besitzer der Maschine hätten falsche Angaben zu den Insassen und der Fracht gemacht, sagte Innenminister Kembo Mohadi in Harare. Es werde vermutet, dass es sich bei den Passagieren um Söldner verschiedener Nationalitäten handele. Zudem sei an Bord militärische Ausrüstung gefunden worden.

Das US-Außenministerium in Washington erklärte in einer Stellungnahme, es habe keine Hinweise darauf, dass es irgendeine Verbindung zwischen dem Flugzeug und der US-Regierung gebe. Der Regierung lägen auch keine Informationen vor, dass unter den Insassen US-Bürger sein könnten.

Mohadi erklärte, es werde noch untersucht, wer die Passagiere seien und welchen Zweck ihr Flug hatte. Bisher machte die Regierung in Harare keine Angaben darüber, woher die Boeing kam und ob Simbabwe Ziel des Fluges war.

Bilder im staatlichen Fernsehen zeigten am Montag ein weißes Flugzeug mit der Bezeichnung N4610 auf dem Rumpf. Unterlagen der US-Luftfahrtbehörde zufolge gehört diese Nummer zu einer 727 die auf ein Luftfahrtunternehmen in Ottawa im US-Bundesstaat Kansas zugelassen ist. Dies gab jedoch an, das Flugzeug vor rund einer Woche an eine afrikanische Firma verkauft zu haben.

Die USA werfen Simbabwes Staatschef Robert Mugabe vor, die Opposition im Land zu unterdrücken. Mugabe beschuldigt wiederum den Westen, seine Macht untergraben zu wollen, seitdem er beschloss, weiße Farmbesitzer zu enteignen und deren Besitz an landlose schwarze Bewohner des Landes zu übertragen.

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