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09.07.2015

15:37 Uhr

Angela Merkel

EU-Beitrittsperspektive für Balkan-Länder ist wichtig

Zwischen Sondergipfeln zur finanziellen Rettung Griechenlands nimmt sich Merkel Zeit für eine andere Region Europas: den Balkan. Hier wollen Länder dringend in die EU. Sie hoffen auf bessere Zeiten.

Zwei Tage bereiste Kanzlerin Angela Merkel den Balkan – und sprach sich dort für eine EU-Beitrittsperspektive für Albanien, Serbien und Bosnien-Herzegowina aus. dpa

Merkel in Sarajevo

Zwei Tage bereiste Kanzlerin Angela Merkel den Balkan – und sprach sich dort für eine EU-Beitrittsperspektive für Albanien, Serbien und Bosnien-Herzegowina aus.

SarajevoKanzlerin Angela Merkel hat auf ihrer Balkan-Reise den Wert des friedlichen Zusammenlebens in der Europäischen Union beschworen und dies als Vorbild für andere Regionen bezeichnet. Deswegen sei die EU-Beitrittsperspektive für Balkan-Staaten wie Bosnien-Herzegowina so wichtig, sagte Merkel am Donnerstag in der Hauptstadt Sarajevo, der letzten Station ihrer zweitägigen Balkan-Reise nach Albanien, Serbien und Bosnien-Herzegowina.

„Wir brauchen alle gemeinsam den Mut – und das gilt für die hier Verantwortlichen natürlich besonders –, die Zukunft zu gestalten, damit sich solche schrecklichen Ereignisse nicht wiederholen und die Jugend dieses Landes eine Zukunft hat, die friedlich sein kann“, sagte die Kanzlerin. Die Europäische Union sei entstanden aus den schrecklichen Erfahrungen des Ersten und des Zweiten Weltkriegs. „Deutschland und Frankreich sind Freunde geworden, nachdem wir Jahrhunderte Krieg gegeneinander Krieg geführt haben.“

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Auf dem Weg zum Kandidatenstatus müsse Bosnien-Herzegowina Reformen verabschieden, die auch harte Entscheidungen bedeuteten. Deutschland wolle bei dem EU-Beitrittsprozess helfen. So sollen Vertreter der Regierung von Bosnien-Herzegowina Kontakte zum deutschen Arbeitsministerium und der Bundesagentur für Arbeit knüpfen, um den Bedarf von Fachkräften auszuloten, die in Deutschland gesucht werden. „Dies könnte eine Win-win-Situation zwischen unseren Ländern sein.“

Das Land ist auch zwei Jahrzehnte nach dem blutigen Bürgerkrieg (1992-1995) tief gespalten, die beiden fast selbstständigen Landesteile blockieren sich gegenseitig. Die eine Hälfte wird von Serben, die andere von Bosniaken und Kroaten kontrolliert.

In diesen Tagen jährt sich zum 20. Mal das Massaker von Srebrenica, das schlimmste Kriegsverbrechen nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa. Vor ihrer Rückreise am Nachmittag nach Berlin sprach Merkel noch mit Hinterbliebenen der rund 8000 muslimischen Jungen und Männer, die damals von serbischen Truppen ermordet wurden. Das offizielle Gedenken ist am 11. Juli.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Vitto Queri

09.07.2015, 18:37 Uhr

>> EU-Beitrittsperspektive für Balkan-Länder ist wichtig >>

Die dämliche FDJ-Aktivistin wird noch zu den Gagausen reisen und ihnen die EUtopia schmackhaft machen, wenn diese auch schon zerbröckelt ist !

Sie hat ja eine Unmenge an VISIONEN, die Schönste und Beliebteste.

Herr mathias müller

09.07.2015, 19:49 Uhr

Frau Merkel meint, Sie sei die Maria Teresia oder doch Sissi ???

Aber der IWK ist auf dem Balkan ausgebrochen, und Frau Merkel will das sich die Geschichte
wiederholt.
Oder hofft Sie auf NEUE Partner gegen Russland?? Serben und Griechen gegen Russland ?????
In Kroatien war Sie schon mit der Vorgabe das RU der Feind aller Kroaten sei.
Wer's glaubt???
Per Deklaration entstand der Staat Israen/ BiH/Kosovo u.a. alle mit der selben Absicht
Sollen sich selbst unter einander ausrotten???? Serbiens Vucic mit zwei D-Beratern - na dann
Prost!

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